{"id":3156,"date":"2016-03-17T09:09:19","date_gmt":"2016-03-17T08:09:19","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.roteskreuz.at\/einsatz\/?p=3156"},"modified":"2016-03-17T09:09:19","modified_gmt":"2016-03-17T08:09:19","slug":"marsch-der-hoffnungslosigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/einsatz\/2016\/03\/17\/marsch-der-hoffnungslosigkeit\/","title":{"rendered":"Marsch der Hoffnungslosigkeit"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_3158\" aria-describedby=\"caption-attachment-3158\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-3158\" src=\"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/einsatz\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2016\/03\/WP_20160312_21_03_53_Selfie-300x169.jpg\" alt=\"Mit Lumia Selfie aufgenommen\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/einsatz\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2016\/03\/WP_20160312_21_03_53_Selfie-300x169.jpg 300w, https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/einsatz\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2016\/03\/WP_20160312_21_03_53_Selfie-768x431.jpg 768w, https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/einsatz\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2016\/03\/WP_20160312_21_03_53_Selfie-1024x575.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3158\" class=\"wp-caption-text\">Dr. Michael K\u00fchnel im Versorgungszelt in Idomeni<\/figcaption><\/figure>\n<p>Vergangenen Montag trafen sich einige hundert vielleicht sogar einige tausend Menschen irgendwo bei Idomeni. Ihr Ziel war die Grenze zwischen Griechenland und der Former Yugoslavian Republic of Macedonia (FYRoM), also dem, Land, dass wir unter Mazedonien kennen. Dies ist an und f\u00fcr sich keine Besonderheit, leben doch seit Wochen viele tausend Menschen im Schlamm unter Bedingungen, die wir unseren Hunden nicht antun w\u00fcrden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_3165\" aria-describedby=\"caption-attachment-3165\" style=\"width: 585px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.roteskreuz.at\/fluechtlingshilfe\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3165 size-full\" src=\"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/einsatz\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2016\/03\/flucht.jpg\" alt=\"Unterst\u00fctzen Sie den Einsatz von Dr. Michael K\u00fchnel und anderen Rotkreuz-Mitarbeitern mit ihrer Spende.\" width=\"585\" height=\"205\" srcset=\"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/einsatz\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2016\/03\/flucht.jpg 585w, https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/einsatz\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2016\/03\/flucht-300x105.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 585px) 100vw, 585px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3165\" class=\"wp-caption-text\">Unterst\u00fctzen Sie den Einsatz von Dr. Michael K\u00fchnel und anderen Rotkreuz-Mitarbeitern mit ihrer Spende.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Zuerst sah man das Elend in Syrien, danach den Exodus in verschiedene Richtungen. Man hatte sich daran gew\u00f6hnt. Mittlerweile sind die Bilder der Verzweiflung in Griechenland, also in Europa angekommen. Immer noch schauen wir zu und denken, dass alles so weit weg ist. Hier, wo diese Menschen in Not leben, wird mit dem Euro gezahlt, hier kann man ohne Visium einreisen und man macht Urlaub.<\/p>\n<p>Am Sonntag kamen Flugbl\u00e4tter in Umlauf. Sie berichteten von einem geplanten gezielten Marsch zur Grenze, von Soldaten, die einen, anders als offiziell prophezeit, \u00fcber die Grenze lassen w\u00fcrden. Wer diese kopierten Zettel in Umlauf gebracht hatte, wissen wir bis heute nicht. Fest steht aber, dass keine der grossen NGOs damit etwas zu tun hat. Ja sie distanzieren sich ausdr\u00fccklich davon. Wir alle verurteilten diese Aktion, war sie doch von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Ich denke, dass einige der Fl\u00fcchtlinge einfach hofften, dass es funktionieren w\u00fcrde. Warum sollten Polizei und Milit\u00e4r beim Anblick von ein paar hundert Fl\u00fcchtlingen pl\u00f6tzlich alle Befehle vergessen?<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gab es in der Geschichte auch Beispiele, wo es funktioniert hatte. Wir erinnern uns an den Zusammenbruch der DDR, wo das Rote Kreuz tausende Fl\u00fcchtlinge in \u00d6sterreich an der ungarischen Grenze Willkommen geheissen hat. Aber das waren andere Voaraussetzungen.<\/p>\n<p>Am Montag, dem 14.3.2016 wussten wir als Rotes Kreuz und auch die anderen Organisationen, wie es diesmal ausgehen w\u00fcrde. Daher hielten wir uns auch zur\u00fcck. H\u00e4tten wir die Menge begleitet, h\u00e4tte man uns als Urheber vermutet.<\/p>\n<p>Fakt ist, dass einige Menschen versuchten, die Grenze durch den Hochwasser f\u00fchrenden Fluss zu durchqueren. Fest steht weiters, dass einige Hundert Menschen, Medien sprechen von bis zu 700, dies auch schafften und durchn\u00e4sst in Mazedonien an kamen. Leider steht auch fest, dass drei Menschen bei diesem Wagnis ihr Leben verloren haben. Drei mehr in der langen Geschichte. Die Fl\u00fcchtlinge, die es schafften, wurden dort in Busse gesetzt und wieder zur\u00fcck gebracht<\/p>\n<p>Warum tut man sich so eine Harakiri Aktion an? Vermutlich aus denselben Gr\u00fcnden, die einen dazu zwingen, seine Heimat, seine Freunde zu verlassen. Krieg, Verzweiflung und Angst. Einige tausend Kilometer haben sie bereits in den Beinen und stehen nun still. \u201eOpen the Borders\u201c ist auf einigen Zelten zu lesen.<\/p>\n<p>Ein Deutscher Arzt sprach heute mit mir via Telefon, das mir eine 18 Jahre junge syrische Frau gab. Die Dame sei die Nichte eines seiner \u00dcbersetzer und er wolle wissen, was man tun k\u00f6nne um sie nach Deutschland zu bekommen? Legale Wege? Illegale Wege? K\u00f6nne man Grenzer \u201eschmieren\u201c? Ich wusste ehrlich keine Antwort und riet ihm, bei UNHCR anzufragen- also zumindest wegen der offiziellen Wege.<\/p>\n<p>Wildfremde sind bereit knapp 2.000 km entfernt alles zu tun, um unbekannte, geliebte Menschen von Freunden zu sich zu holen, evt. sich selbst strafbar zu machen.<\/p>\n<p>Was am Montag folgte waren Menschen, die voller Hoffnung zur Grenze gepilgert waren. Der Grossteil kam frustriert wieder zur\u00fcck. Der andere Teil kam sp\u00e4ter frustriert und durchn\u00e4sst wieder ins Lager. Wie hatte sich die Polizei verhalten? Nun ja, aus den Erz\u00e4hlungen der Nachmittagsschicht und aus dem Patientenaufkommen in unserer w\u00fcrde ich sagen fair. Wir hatten f\u00fcnf Patienten, die wegen Stockschl\u00e4gen behandelt worden sind, die Nachmittagsschicht ebenfalls. Also kaum der Rede wert. Nat\u00fcrlich ist Gewalt abzulehnen, nichtsdestotrotz muss das nationale Recht gewahrt werden und ich verstehe, dass Fl\u00fcchtlinge, die es endlich \u00fcber die Grenze geschafft haben, nicht freiwillig zur\u00fcck wollen. Wir hatten uns auf Tr\u00e4nengasopfer, Br\u00fcche und Wunden verschiedenster Art eingestellt. Es gab keine Br\u00fcche, keine inneren Verletzungen und einige blaue Flecken.<\/p>\n<p>Auch das ber\u00fchmte \u201eZeltbaby\u201c geisterte durch die Medien. Leider sind solche Fakebilder ein gefundenes Fressen f\u00fcr Leute, die meinen, es gehe den Menschen hier in Idomeni eh gut. Es gibt hier laufend Geburten, aber meines Wissens zumindest in den medizinischen Einrichtungen bisher keine. Wir haben es bisher immer geschafft, die Geb\u00e4renden ins Krankenhaus zu schicken. Gestern waren wir mit 5 Minuten Abstand zwischen zwei Wehen recht knapp dran (beim 2. Kind). Es ging sich aber trotzdem aus.<\/p>\n<p>Mit David (6 Kinder) und Adam (3 Kinder) haben wir recht erfahrene M\u00e4nner im Team. Kaum einer wechselt die Windeln so gut wie David.<\/p>\n<figure id=\"attachment_3160\" aria-describedby=\"caption-attachment-3160\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3160 size-medium\" src=\"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/einsatz\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2016\/03\/WP_20160313_15_05_48_Pro-300x169.jpg\" alt=\"WP_20160313_15_05_48_Pro\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/einsatz\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2016\/03\/WP_20160313_15_05_48_Pro-300x169.jpg 300w, https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/einsatz\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2016\/03\/WP_20160313_15_05_48_Pro-768x432.jpg 768w, https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/einsatz\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2016\/03\/WP_20160313_15_05_48_Pro-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3160\" class=\"wp-caption-text\">Die Situation an der Griechisch-Mazedonischen Grenze in Idomeni ist trostlos. F\u00fcr die Fl\u00fcchtlinge aber noch besser, als in ihrer Kriegszerst\u00f6rten Heimat.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Was die trostlosen Fernsehbilder von Menschen im Schlamm an geht- die sind zu vergessen. Sie zeigen gar nichts. Im Vergleich zu den \u00fcberschwemmten Zelten, dem Schlamm, den kleinen Seen, der Trostlosigkeit zeigen die Bilder nicht ann\u00e4hernd die Wirklichkeit. Diese ist n\u00e4mlich noch um einiges schlimmer und sich tagt\u00e4glich diesem Anblick zu stellen, ohne zu Heulen ist kaum m\u00f6glich.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang ist es auch verst\u00e4ndlich, dass jeder der erste und wichtigste Patient sein m\u00f6chte. Vor allem bei den Kinder ist es schwer, da alle Eltern Angst um ihre Kinder haben. Da ist es eine grosse Herausforderung, nett und trotzdem bestimmt zu bleiben.<\/p>\n<figure id=\"attachment_3157\" aria-describedby=\"caption-attachment-3157\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-3157\" src=\"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/einsatz\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2016\/03\/WP_20160312_21_04_34_Selfie-300x169.jpg\" alt=\"Gemeinsam mit einem ungarischen Rotkreuz-Team werden die Patienten versorgt.\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/einsatz\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2016\/03\/WP_20160312_21_04_34_Selfie-300x169.jpg 300w, https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/einsatz\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2016\/03\/WP_20160312_21_04_34_Selfie-768x431.jpg 768w, https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/einsatz\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2016\/03\/WP_20160312_21_04_34_Selfie-1024x575.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3157\" class=\"wp-caption-text\">Gemeinsam mit einem ungarischen Rotkreuz-Team werden die Patienten versorgt.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Angst vor Epidemien.. Das h\u00f6rt man immer wieder aus allen Medien. Eine griechische Organisation sprach k\u00fcrzlich von einem potentiellen Malariaausbruch, wobei ich mir nicht wirklich sicher bin, dass es hier im S\u00fcden bereits Anopheles M\u00fccken gibt, die man zur \u00dcbertragung ben\u00f6tigt. Ernster zu nehmen w\u00e4ren Ausbr\u00fcche von Hepatitis A, Varizellen (Windpocken) oder Masern. Es gab Ger\u00fcchte von Varizellen und Hepatitis A. Beides w\u00e4re in \u00d6sterreich relativ harmlos. Immer mehr Menschen sind gegen Hepatitis bzw. Windpocken geimpft. Aber hier, in einem Gebiet wo tausende Menschen auf engstem Raum zusammen leben , lassen sich Vorhersagen schwer treffen. Schwangere sollten mit Erkrankten keinen engen Kontakt haben, aber wohin sollen sie gehen?<\/p>\n<p>Sollten etwa Masern ausbrechen, haben die Organisationen engen Kontakt zur Regierung und k\u00f6nnten Impfaktionen durchf\u00fchren. Warum nicht schon jetzt? Es besteht immer die Frage nach dem Geldgeber und in die Pr\u00e4vention zu investieren ist nicht so prestigetr\u00e4chtig wie in die Heilung. Siehe auch Ebola 2014&#8230;<\/p>\n<figure id=\"attachment_3161\" aria-describedby=\"caption-attachment-3161\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-3161\" src=\"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/einsatz\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2016\/03\/WP_20160309_17_54_36_Pro-300x169.jpg\" alt=\"Manchmal sind es kleine Verletzungen, die versorgt werden. Oft allerdings Erkrankungen aufgrund der k\u00fchlen und feuchten Umgebung.\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/einsatz\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2016\/03\/WP_20160309_17_54_36_Pro-300x169.jpg 300w, https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/einsatz\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2016\/03\/WP_20160309_17_54_36_Pro-768x432.jpg 768w, https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/einsatz\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2016\/03\/WP_20160309_17_54_36_Pro-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3161\" class=\"wp-caption-text\">Manchmal sind es kleine Verletzungen, die versorgt werden. Oft allerdings <a href=\"http:\/\/blog.roteskreuz.at\/einsatz\/2016\/03\/09\/ibuprofen\/\">Erkrankungen aufgrund der k\u00fchlen und feuchten Umgebung<\/a>.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ein f\u00fcr mich pers\u00f6nlich wichtiger Punkt sind Zitate von Menschen in \u00d6sterreich: Wo sind die Frauen, die Alten? Wer glaubt, dass nur strengst Gl\u00e4ubige und Extremisten nach Europa wollen: Ich habe viele \u00c4rzte gesehen, die uns beim \u00dcbersetzen geholfen haben, uns Ratschl\u00e4ge gegeben haben, ohne einen Cent zu wollen. Freilich d\u00fcrfen sie in Europa nicht arbeiten, aber sie k\u00f6nnen uns beraten. Ich sah keine einzige Frau voll verschleiert, was mir zwar an sich egal gewesen w\u00e4re, aber es gibt es hier einfach nicht. Die Alten und die Frauen sind es, die hier leben und dahin vegetieren m\u00fcssen. Ich w\u00fcrde so etwas meiner Oma nicht antun wollen, aber wil man sie daheim im Krieg zur\u00fcck lassen. Wie gef\u00e4hrlich muss es daheim sein, um als 70 J\u00e4hrige(r) sich so eine Reise anzutun? Ist es die 65 j\u00e4hrige Dame mit Diabetes und einem hohen Blutdruck, vor der wir Angst haben? Ist es der72 j\u00e4hrige ehemalige Volksschullehrer, der M\u00e4dchen unterrichtet hat und um sein Leben zittern musste? Oder sind es die zwei Jahre alten Kinder, die sich \u00fcber einen Sanifanten freuen (ein aufgeblasener Handschuh, der wie ein Elefant aus sieht) oder \u00fcber eines der paar kleinen Kuscheltiere, die wir f\u00fcr Kinder haben? Wollen wir wirklich aus Angst diese Menschen in Umst\u00e4nden leben lassen, die sie \u00fcberlegen lassen, wieder in den Krieg (!!!) zur\u00fcck zu gehen? Das Wort Gutmensch hat sich in den Sozialen Netzwerken zum Schimpfwort entwickelt. Wenn man es so will, bin ich ein Gutmensch. Die Frage, die ich mir stelle- vor allem, seit ich hier unten bin: will ich das Gegenteil von einem \u201eGutmenschen\u201c sein? Gibt es ein schmeichelhaftes Gegenteil zu MENSCH?<\/p>\n<figure id=\"attachment_3159\" aria-describedby=\"caption-attachment-3159\" style=\"width: 169px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-3159\" src=\"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/einsatz\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2016\/03\/WP_20160315_05_23_03_Pro-e1458202035741-169x300.jpg\" alt=\"Das Ambulanzzelt muss regelm\u00e4\u00dfig gereinigt werden. 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Ich werde am Freitag nach sechs Stunden Dienst direkt zum Flughafen fahren, wo ich, in Wien angekommen, in meine warme Wohnung zur\u00fcck kann, ab Montag Patienten betreuen werde und mir diese Bilder im Fernsehen wieder so unwirklich vorkommen werden. Bilder von frierenden, im Schlamm dahin vegetierenden Menschen, deren Hoffnung langsam stirbt- keine 1.500 km entfernt von meiner Haust\u00fcr, wo man mit Euro zahlt, ohne Visum einreisen kann und auf Urlaub hin f\u00e4hrt.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>Informationen zur Arbeit des Roten Kreuzes im Rahmen der Fl\u00fcchtlingshilfe finden Sie online unter <a href=\"http:\/\/www.roteskreuz.at\/fluechtlingshilfe\">www.roteskreuz.at\/fluechtlingshilfe<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vergangenen Montag trafen sich einige hundert vielleicht sogar einige tausend Menschen irgendwo bei Idomeni. 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