{"id":3355,"date":"2018-01-22T13:03:20","date_gmt":"2018-01-22T12:03:20","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.roteskreuz.at\/einsatz\/?p=3355"},"modified":"2018-08-08T11:34:19","modified_gmt":"2018-08-08T09:34:19","slug":"bangladesch-gedanken-zum-einsatz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/einsatz\/2018\/01\/22\/bangladesch-gedanken-zum-einsatz\/","title":{"rendered":"Nach Bangladesch und zur\u00fcck: Gedanken zum Einsatz"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u201eWie kn\u00fcpft man an, an ein fr\u00fcheres Leben?\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Ich wei\u00df \u2026 das klingt jetzt sehr pathetisch. Aber ich finde, ein klein bisschen passt dieses Zitat auch f\u00fcr jeden, der von einem Einsatz zur\u00fcckkommt. Zur\u00fcck ins \u201enormale\u201c Leben, in den Alltag und die Routine. Was nimmt man mit? Was l\u00e4sst man dort?<\/p>\n<p><strong>Aber erstmal von Anfang an \u2026<\/strong><\/p>\n<p>Wir kamen als 4. Rotation in Bangladesch an. Und wussten, dass wir nicht die letzte Rotation sein werden. Also wie war der Einsatz? Gute Frage.<\/p>\n<p>Und wie so oft kann man diese beantworten mit: Erwarte das Unerwartete. Nichts war so, wie man es sich vorgestellt hat. Vieles hat sich im Laufe der vorherigen Rotationen ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/einsatz\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2018\/01\/1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-3360\" src=\"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/einsatz\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2018\/01\/1-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"382\" height=\"224\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wir kamen in Cox\u00b4s Bazar an und waren dann &#8211; dank der Arbeit und Vorbereitung der anderen Delegierten vor uns &#8211; bei der Fertigstellung des so wichtigen Bohrlochs an der japanes clinic dabei. F\u00fcr mich war es spannend zu erfahren und zu lernen, wie so ein Bohrloch unter diesen speziellen Bedingungen gemacht wird. Was ist wichtig, was muss man ber\u00fccksichtigen? Was ist bei uns in Europa gang und g\u00e4be und in Bangladesch nicht m\u00f6glich? Aber auch: wie kann man es dort am besten machen?<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/einsatz\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2018\/01\/3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-3362\" src=\"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/einsatz\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2018\/01\/3-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"374\" height=\"253\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>Deep production borehole mit drilling rig versus deep tube well mit donkey-technique.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Sehr interessant und aufschlussreich. Aber auch teilweise frustrierend, wenn man nicht den erwarteten Fortschritt in der Arbeit sieht. Man lernt auf jeden Fall eines: Geduld. Und Vertrauen in andere Arbeitsweisen.<\/p>\n<p>Auch die Arbeit auf dem HHTW (household water treatement) Level hat an Fahrt aufgenommen. Von einer Verteilung (+Training) in der Woche auf zwei bis drei (mit Ziel vier) in der Woche.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/einsatz\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2018\/01\/2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-3361\" src=\"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/einsatz\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2018\/01\/2-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"367\" height=\"277\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ich hatte die Gelegenheit bei den ersten Besuchen in neuen Bereichen unserer Arbeitszone dabei zu sein. Da merkt man dann schon sehr gut, wie das Leben im Camp so ist. Und man wird nachdenklich. Wie w\u00fcrde unsereins in so einer Situation klar kommen? Diese Frage kam schon auch bei dem einen oder anderen Gespr\u00e4ch unter den Delegierten auf.<\/p>\n<p>Die Menschen dort im Camp zeigen einen bewundernswerten Durchhaltewillen. Wenn man im Camp unterwegs ist, ist man eher mehr im Weg. St\u00e4ndig werden Baumaterialien auf den schmalen Wegen transportiert. \u00dcberall sieht man, wie sie sich ein St\u00fcck weit ein Leben aufbauen. Man sieht kleine Gesch\u00e4fte, Schmieden,\u2026.<\/p>\n<p>Aber nat\u00fcrlich kann man die Augen nicht vor der Armut und der tats\u00e4chlichen Situation verschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Am Beginn unseres Einsatzes machte uns noch die Hitze und die Luftfeuchtigkeit zu schaffen. Das wurde dann besser. Gl\u00fccklicherweise hatten wir nur zwei Regentage. Denn bei Regen gibt es im Camp fast ein kein Vorankommen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/einsatz\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2018\/01\/4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-3363\" src=\"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/einsatz\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2018\/01\/4-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"349\" height=\"269\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Weihnachten mal anders<\/strong><\/p>\n<p>Wir konnten zus\u00e4tzlich auch noch die Erfahrung machen Weihnachten und Silvester im Einsatz zu verbringen.\u00a0Es wurde ausgiebigst gefeiert, mit lauter Musik und Partys. Auch f\u00fcr die Delegierten wurde eine Weihnachtsfeier veranstaltet. Mit Partyh\u00fcten und allem Drum und Dran (man kennt so etwas bei uns eher als Faschingsparty). Ein wirklich einzigartiges Weihnachtsfest, das mit eigener live Gitarrenmusik und Gesang untermalt wurde.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/einsatz\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2018\/01\/5.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-3364\" src=\"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/einsatz\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2018\/01\/5-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"361\" height=\"268\" \/><\/a><\/p>\n<p>Danach gingen die Partys und Feiern in Cox&#8217;s Bazar durchgehend weiter bis Silvester. Obwohl wir davon nicht so viel mitbekommen haben, da wir am n\u00e4chsten Tag einen ganz normalen Arbeitstag hatten.<\/p>\n<p><strong>Was man mitnehmen kann<\/strong><\/p>\n<p>Alles in Allem war dieser Einatz gepr\u00e4gt von H\u00f6hen und Tiefen, Komplikationen und Teamarbeit. Wir haben lang ersehnte Resultate gesehen und hoffentlich damit den Menschen im Camp die Hilfe zukommen lassen k\u00f6nnen, die sie so dringend brauchen.<\/p>\n<p>Der Abschied war dennoch mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Wir wissen unser Projekt in guten H\u00e4nden, aber auch, dass noch viel Arbeit bevor steht.<\/p>\n<p>Also: was nimmt man mit? Auf jeden Fall Bewunderung f\u00fcr die Menschen dort. Demut. Bescheidenheit. Es wird einem bewusster, was wirklich wichtig ist. Viele Erinnerungen.<\/p>\n<p>Was l\u00e4sst man dort? Vielleicht ein St\u00fcck Hoffnung. Hilfe. Und vielleicht auch dort: Erinnerung.<\/p>\n<p><em>Verfasserin: Katrin Melischnig<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eWie kn\u00fcpft man an, an ein fr\u00fcheres Leben?\u201c Ich wei\u00df \u2026 das klingt jetzt sehr pathetisch. 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