{"id":417,"date":"2008-10-20T18:44:49","date_gmt":"2008-10-20T17:44:49","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.roteskreuz.at\/einsatz\/?p=417"},"modified":"2008-10-20T18:44:49","modified_gmt":"2008-10-20T17:44:49","slug":"mit-den-augen-eines-zivis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/einsatz\/2008\/10\/20\/mit-den-augen-eines-zivis\/","title":{"rendered":"Mit den Augen eines Zivis"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_419\" aria-describedby=\"caption-attachment-419\" style=\"width: 200px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/blog.roteskreuz.at\/einsatz\/files\/2008\/10\/kloyberchristianeibzivi_klein2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-419\" src=\"http:\/\/blog.roteskreuz.at\/einsatz\/files\/2008\/10\/kloyberchristianeibzivi_klein2.jpg\" alt=\"\u00d6RK\" width=\"200\" height=\"258\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-419\" class=\"wp-caption-text\">Chris Kloyber; Zivi credit: \u00d6RK<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Abst\u00e4nde zwischen dem Klingeln der Telefone sind nun etwas k\u00fcrzer als sonst. Der Ger\u00e4uschpegel im B\u00fcro ist noch etwas h\u00f6her als sonst . Gleichzeitig kommt so etwas wie internationales Flair in unserem sonst national ausgerichteten Bereich auf: Port au Prince, Naypyidaw , Chengdu \u2013 selten beanspruchte und manchmal g\u00e4nzlich unbekannte Gesichtsmuskeln werden bei den ersten tollpatschigen Versuchen, diese Namen auszusprechen, beansprucht. Jene Namen, die ein paar Wochen kontinuierlichen Trainings sp\u00e4ter selbstverst\u00e4ndlich erscheinen und suggerieren, dass diese Orte nicht nur gedanklich gleich ums Eck w\u00e4ren.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend bei den Betroffenen die gespenstische Ruhe nach dem Sturm und bei den (m\u00f6glichen) Teammitgliedern die Ruhe vor dem Sturm herrscht, ist bei uns am ERU-Desk Hochbetrieb. Noch ist zwar noch nicht ganz klar, ob es tats\u00e4chlich zu einem Einsatz kommt, aber weil die Abwicklung eine gewisse Vorlaufzeit braucht, muss schon jetzt wichtige Vorarbeit geleistet werden. Wenn gr\u00fcnes Licht kommt, muss alles sehr schnell gehen und f\u00fcr Vieles w\u00e4re es dann schon zu sp\u00e4t.<\/p>\n<p>Und weil die Linienarbeit auch nicht ruht, ist f\u00fcr uns Zivis diese Zeit am kurzweiligsten. Wir schwirren aus, um Informationen zu sammeln und unterst\u00fctzen unsere flei\u00dfigen KollegInnen dort, wo wir k\u00f6nnen. Bei der Vorabrecherche: Wo liegt das Einsatzgebiet \u00fcberhaupt? Welche Impfungen braucht man? Wo ist die n\u00e4chste Botschaft und braucht man ein Visum? Oder bei den administrativen Vorbereitungen f\u00fcr das Teambriefing und der Sicherstellung der Einsatzbereitschaft des Teamequipements.<\/p>\n<p>Gerade zu Beginn der Zivi-Laufbahn hat man manchmal das Gef\u00fchl mehr ein Stein im Weg, als eine wirkliche Hilfe bei einem ERU Einsatz zu sein. Zu verwirrend scheinen die ganzen Abl\u00e4ufe &#8211; Namen und Terminologien sind noch g\u00e4nzlich fremd. Und dass das Anlaufen des Apparates erstaunlich oft an Freitagen zu Mittag stattfindet, ist mir immer noch ein R\u00e4tsel, auch wenn es ja einige mehr oder weniger plausible Erkl\u00e4rungsans\u00e4tze geben soll. Andererseits stellt sich nun nach drei Eins\u00e4tzen langsam eine gewisse Routine bei mir ein. Die Aufgaben sind schneller erledigt, kryptische Abk\u00fcrzungen werden nun selbst so oft wie m\u00f6glich verwendet und man hat so langsam das Gef\u00fchl das Ganze zu durchschauen.<\/p>\n<p>Auch wenn meine neun Monate sich langsam dem Ende zu neigen, ist es eine bereichernde Erfahrung ein kleines Zahnr\u00e4dchen bei der Abwicklung von ERU Eins\u00e4tzen zu sein.<\/p>\n<p>Chris(tian) Kloyber<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Abst\u00e4nde zwischen dem Klingeln der Telefone sind nun etwas k\u00fcrzer als sonst. 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