{"id":69,"date":"2007-09-21T17:14:45","date_gmt":"2007-09-21T15:14:45","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.roteskreuz.at\/redcrosswebmaster\/2007\/09\/21\/hande-weg-von-medienpartnerschaften\/"},"modified":"2007-09-21T17:14:45","modified_gmt":"2007-09-21T15:14:45","slug":"hande-weg-von-medienpartnerschaften","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/redcrosswebmaster\/2007\/09\/21\/hande-weg-von-medienpartnerschaften\/","title":{"rendered":"H\u00e4nde weg von Medienpartnerschaften?"},"content":{"rendered":"<p>Was spricht f\u00fcr Partnerschaften mit Medien und was dagegen &#8230;<\/p>\n<p>In einem <a href=\"http:\/\/www.media-ocean.de\/2007\/05\/02\/gastbeitrag-wider-medienpartnerschaften-eine-polemik-von-prof-dr-thomas-pleil\/#comment-35314\">Gastbeitrag f\u00fcr den Blog &#8222;Media Ocean&#8220;<\/a> schreibt Thomas Pleil (seine Heimat ist das von mir bereits mehrfach zitierte Textdepot, das das <a href=\"http:\/\/thomaspleil.wordpress.com\/2007\/09\/21\/die-wiwo-und-ihr-pr-titel\/\">Thema Medienpartnerschaften ebenso behandelt<\/a>) angestachelt von einer Kooperation einer Deutschen Initiative mit der Wirtschaftswoche:<\/p>\n<blockquote><p>F\u00fcr manche PR-Leute sind sie das H\u00f6chste. Und auch Medien scheinen sie handfesten Nutzen zu bringen: Die so genannten Medienpartnerschaften. Die funktionieren so: Eine Organisation oder ein Unternehmen und ein Medium machen gemeinsame Sache. Nat[\u00fc]rlich eine gute! [&#8230;]<br \/>\n[&#8230;] ich [bin] \u00fcberzeugt, dass PR sich keinen Gefallen damit tut, auch nur in den Geruch zu kommen, Medien abh\u00e4ngig zu machen. Themenvorschl\u00e4ge in Form von Presseinfos etc. sind ja ok. Da kann jede Redaktion entscheiden, was sie draus macht. A propos Redaktionenen: F\u00fcr die Medien h\u00e4tte ich als verantwortlicher Manager Angst um die Glaubw\u00fcrdigkeit meiner Marke, wenn ich offiziell mit einer Organisation kooperierte &#8211; egal, ob es um die Rettung der Welt oder um die Lebensqualit\u00e4t in deutschen St\u00e4dten geht.<\/p><\/blockquote>\n<p>M\u00f6glicherweise sehen wir in .at die Dinge anders, oder wir tun uns als unabh\u00e4ngige Organisation leichter, denn das Rote Kreuz macht hierorts derartige Kooperationen immer wieder, egal ob mit \u00f6ffentlich-rechtlichen oder mit privaten Medien, egal, ob mit elektronischen Medien, oder mit Printmedien.<\/p>\n<p>Positive Besipiele wie die h\u00f6chst erfolgreiche <a href=\"http:\/\/defi.roteskreuz.at\">Defi-Kampagne<\/a> mit dem ORF (\u00fcber die ich erst letzte Woche in Ostende einen Vortrag halten durfte) oder die zur Zeit laufende Initiative <a href=\"http:\/\/blog.roteskreuz.at\/smr\/2007\/08\/21\/kopie-von-team-osterreich-hitradio-o3-und-das-osterreichische-rote-kreuz-suchen-menschen-die-anpacken\/\">&#8222;Team \u00d6sterreich&#8220;<\/a>, die gemeinsam mit dem Reichweitenst\u00e4rksten \u00d6sterreichischen Radiosender &#8222;<a href=\"http:\/\/oe3.orf.at\/teamoesterreich\">Hitradio \u00d63<\/a>&#8220; und dem Roten Kreuz durchgef\u00fchrt wird zeigen, da\u00df Initiativen mit \u00f6ffentlichem Interesse, so genannte &#8222;Public Value Kampagnen&#8220; keine Schande sind. Ich denke auch nicht, da\u00df irgend ein Partner daraus Schaden nimmt im Gegenteil.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich funktioniert dieser neutrale &#8222;Imagetransfer&#8220; nur bei ann\u00e4hernd gleich grossen Partnern und einem gewissen &#8222;moralischen&#8220; und &#8222;uneigenn\u00fctzigen&#8220; Vorgehen im Rahmen der Partnerschaft. Auch das Rote Kreuz kann nicht mit jedem Partner jede Aktion durchf\u00fchren, das ist klar.<\/p>\n<p>Ich verstehe auch die Argumentation von Thomas Pleil, wenn er den Spin anspricht, der bei dem von ihm geschilderten Fall mit versteckt ist, denn hinter der angesprochenen Initiative versteckt sich eine Arbeitgebervereinigung mit differierenden Globalzielen. Auch das Argument des zuk\u00fcnftigen Dilemmas f\u00fcr den Journalisten bei kritischen Berichten \u00fcber den (vormaligen) Partner kann ich nachvollziehen, doch diese Zwickm\u00fchle ist aus meiner Sicht Journalismusimmanent. Journalisten sind (zumeist) nunmal keine Bettelm\u00f6nche in Klausur, die vollkommen wertneutral und unabh\u00e4ngig berichten k\u00f6nnen &#8211; ein gewisser Bias ist aufgrund des Privatlebens, des Herkunftmileus, &#8230; eigentlich immer vorhanden und wirkt auch, auch wenn sich diese Einstellung nicht immer so deutlich festmachen l\u00e4sst, wie in <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/?id=3030752\">diesem Interview im Standard<\/a>, wo ein <del datetime=\"2007-09-21T14:43:14+00:00\">Journalist<\/del> Kolumnist der Kronenzeitung gemeinsam mit der Frauenministerin interviewt wird.<\/p>\n<p>Insgesamt glaube ich, da\u00df eine Medienpartnerschaft dort gut und richtig ist, wo Zielkongruenz vorhanden ist, das hei\u00dft, wo sich die Ziele des Mediums mit den Zielen des Partners decken und wo genau definiert wird, was Teil der Partnerschaft ist, und was nicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was spricht f\u00fcr Partnerschaften mit Medien und was dagegen &#8230; In einem Gastbeitrag f\u00fcr den Blog &#8222;Media Ocean&#8220; schreibt Thomas Pleil (seine Heimat ist das von mir bereits mehrfach zitierte Textdepot, das das Thema Medienpartnerschaften ebenso behandelt) angestachelt von einer Kooperation einer Deutschen Initiative mit der Wirtschaftswoche: F\u00fcr manche PR-Leute sind sie das H\u00f6chste. 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