{"id":10,"date":"2007-07-18T14:43:01","date_gmt":"2007-07-18T12:43:01","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.roteskreuz.at\/sociologist\/2007\/07\/18\/motivationen-fur-ehrenamtliches-engagement\/"},"modified":"2007-07-18T14:43:01","modified_gmt":"2007-07-18T12:43:01","slug":"motivationen-fur-ehrenamtliches-engagement","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/2007\/07\/18\/motivationen-fur-ehrenamtliches-engagement\/","title":{"rendered":"Motivationen f\u00fcr ehrenamtliches Engagement"},"content":{"rendered":"<p>Unter dem Titel &#8222;<a href=\"http:\/\/www.unet.univie.ac.at\/%7Ea9925220\/\">Motivationen f\u00fcr ehrenamtliches Engagement<\/a>&#8220; hat Thomas Glaser seine Soziologie-Diplomarbeit ver\u00f6ffentlicht, im Rahmen derer er viele freiwillige MitarbeiterInnen im Gro\u00dfraum Wien befragt hat.<\/p>\n<blockquote><p>Das Ergebnis einer konfirmatorischen Faktorenanalyse konnte die beiden Motivationstypen, Altruismus und Eigennutz best\u00e4tigen. Diese sind in unterschiedlichen Auspr\u00e4gungen beim Gro\u00dfteil der Befragten enthalten. Dabei gibt es Personen die nur einer der beiden Motivationen oder aber beiden zuzuordnen sind.<br \/>\nDie Analyse der Ursachen der Motivationen ergab schlie\u00dflich, dass v.a. das Alter wie auch bestimmte Grundeinstellungen zur Gesellschaft und die soziale Position eine Erkl\u00e4rung der Motivationen f\u00fcr ehrenamtliche T\u00e4tigkeiten liefern. So sind eigenn\u00fctzige Motivationen beispielsweise eher bei j\u00fcngeren Ehrenamtlichen zu finden.<\/p><\/blockquote>\n<p>Glaser bedient sich in den Hypothesen der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialer_Raum\">Bourdieuschen Konstruktion des sozialen Raums<\/a> und der damit in Zusammenhang stehenden Begrifflichkeiten von kulturellem, sozialem und \u00f6konomischen Kapital.<\/p>\n<blockquote><p>Da die freiwillige T\u00e4tigkeit im Sozialbereich nicht aus \u00f6konomischen Gr\u00fcnden notwendig ist, muss es f\u00fcr sie eine Wertegrundlage geben anhand derer die Notwendigkeit eine solche T\u00e4tigkeit auszu\u00fcben, gebunden ist. Diese Werte haben so einen direkten Einfluss auf spezifische Motivationen. (Glaser, 2007 Seite 48)<\/p><\/blockquote>\n<p>Interessante Schlussfolgerungen sind aufgrund des kleinen Samples nicht zu erwarten gewesen, einige der Hypothesen haben sich trotzdem best\u00e4tigt. Glaser fasst in seiner Conclusio (2007, S 105) zusammen:<\/p>\n<blockquote><p>F\u00fcr die soziale NPOs k\u00f6nnte dies bedeuten, dass bei der Darstellung der Vorz\u00fcge ehrenamtlicher T\u00e4tigkeiten, z.B. in der Anwerbung neuer freiwilliger Helfer, zwei Dinge zu beachten sind: Zum einen sollten verinnerlichte soziale Normen wie soziale Verantwortung angesprochen werden. Zum anderen w\u00e4re es wichtig zu betonen, dass die freiwillige T\u00e4tigkeit auch einem selbst Nutzen kann. Da allgemein keine eindeutig identifizierbaren Personengruppen mit je einer Motivation zu finden waren, sollten bei allen Ehrenamtlichen beide Motivationen angesprochen und gef\u00f6rdert werden. Allerdings zeigte die Erhebung, dass bei bestimmten T\u00e4tigkeitsbereichen wie z.B. Rettungswesen und Krankentransport eigenn\u00fctzige, und bei T\u00e4tigkeiten in Betreuungs- und Pflegeeinrichtungen, altruistische Motivationen \u00fcberwiegen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Interessant sind in jedem Fall die Parteipr\u00e4ferenzen der unterschiedlichen Organisationszugeh\u00f6rigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter dem Titel &#8222;Motivationen f\u00fcr ehrenamtliches Engagement&#8220; hat Thomas Glaser seine Soziologie-Diplomarbeit ver\u00f6ffentlicht, im Rahmen derer er viele freiwillige MitarbeiterInnen im Gro\u00dfraum Wien befragt hat. 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