{"id":101,"date":"2009-02-16T13:01:00","date_gmt":"2009-02-16T11:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.roteskreuz.at\/sociologist\/?p=101"},"modified":"2009-02-16T13:01:00","modified_gmt":"2009-02-16T11:01:00","slug":"interessante-einblicke-in-das-netzwerk-der-hilfe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/2009\/02\/16\/interessante-einblicke-in-das-netzwerk-der-hilfe\/","title":{"rendered":"Interessante Einblicke in das Netzwerk der Hilfe"},"content":{"rendered":"<p>Rezension zum Buch <strong>Robert Dempfer (2009): Das Rote Kreuz: Von Helden im Rampenlicht und diskreten Helfern. Wien:Deuticke. <\/strong><strong>ISBN-13:<\/strong> 978-3552060920 Links: <a href=\"http:\/\/www.zsolnay.at\/index.asp?task=60&amp;isbn=3-552-06092-8\">Verlag <\/a>| <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3552060928\/ref=cm_cr_rev_prod_title\">Amazon.at<\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_102\" aria-describedby=\"caption-attachment-102\" style=\"width: 197px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/blog.roteskreuz.at\/sociologist\/files\/2009\/02\/dempfercover.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-102\" src=\"http:\/\/blog.roteskreuz.at\/sociologist\/files\/2009\/02\/dempfercover-197x300.jpg\" alt=\"Das Rote Kreuz. Von Helden im Rampenlicht und diskreten Helfern\" width=\"197\" height=\"300\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-102\" class=\"wp-caption-text\">Das Rote Kreuz. Von Helden im Rampenlicht und diskreten Helfern<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Geschichte des Roten Kreuzes mit seiner Gr\u00fcndung durch den Schweizer Gesch\u00e4ftsmann Henri Dunant, nachdem dieser in Solferiono zum Zeuge des Leidens im Krieg geworden war, ist inzwischen zum Allgemeingut und &#8211; zumindest in Westeuropa &#8211; zur allgemein bekannten &#8222;Folklore&#8220; geworden.<\/p>\n<p>Doch das Rote Kreuz ist kein Orden von Gutmenschen, die in der Tradition ihres Gr\u00fcnders helfen und dar\u00fcber schweigen. Robert Dempfer schildert in seinem Buch nicht nur die Gr\u00fcndung dieser weltweit t\u00e4tigen Organisation, sondern auch die Herausforderungen, denen sich die Rotkreuz-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den vergangenen 150 Jahren stellten und die Entwicklungsschritte zum hochprofessionellen und multinationalen Netzwerk der Hilfe, als das sich das Rote Kreuz heute pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>Das Buch ist keine sozialwissenschaftliche Monographie mit hunderten Zitaten und Quellennachweisen, sondern ein gut recherchiertes und leicht zu lesendes Buch, das die Leser nach und nach in das Thema einf\u00fchrt, ohne durch detaillierte Informationen den Konsumenten \u00fcber Geb\u00fchr zu beanspruchen.<\/p>\n<p>Einzelne Abschnitte und Kapitel sind jeweils abgeschlossene Berichte zu verschiedenen Themenkomplexen, die auch unabh\u00e4ngig voneinander konsumiert werden k\u00f6nnen.\u00a0 Der erste Abschnitt &#8222;Die Manager der Menschlichkeit&#8220; beschreibt die Gr\u00fcndung und die Entstehung des weltweiten Rotkreuz-Netzwerks von Solferino \u00fcber die Herausforderungen im ersten Weltkrieg, die Helfer unter Hitler bis hin zu den &#8222;modernen Kriegen&#8220; und der humanit\u00e4ren Welt nach 9\/11. Der zweite Teil schildert die Geschichten einzelner Personen &#8222;pars pro toto&#8220; um die ganze Bandbreite der humanit\u00e4ren Arbeit abzubilden: IKRK-Delegierte, Rettungssanit\u00e4ter, Kriegschirurgen, aber auch die so genannten &#8222;Popstars der Hilfe, wie Bernhard Kouchner oder Bob Geldof. Diese Portraits zeigen allerdings nicht immer nur die positiven Geschichten des Helfens.<\/p>\n<p>Der letzte Teil ist ein Nachschlagewerk f\u00fcr alle, die selbst helfen wollen. Eine Typologie humanit\u00e4rer Organisationen hilft mit, das richtige Feld f\u00fcr eigenes Engagement zu finden, Kontaktdaten der Organisationen im deutschsprachigen Raum findet man im letzten Teil des Buchs.<\/p>\n<blockquote><p>Ein Zitat aus dem Teil &#8222;Popstars der Hilfe&#8220;: &#8222;Bernard Kouchner, Arzt, Ex-Kommunist, aus der Partei ausgeschlossener Sozialist und seit 2007 Au\u00dfenminister der franz\u00f6sischen Regierung unter dem konservativen Pr\u00e4sidenten Nicolas Sarkozy, protestiert. So wie immer, wenn er eine Ungerechtigkeit bemerkt. Kouchner ist ein lupenreiner Achtundsechziger, einer aus jener Protestgeneration, die sein heutiger Pr\u00e4sident noch im Wahlkampf scharf attackiert hat.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Man merkt, dass der Autor ein Experte ist, der selbst viele Jahre Erfahrung beim Roten Kreuz hat, der selbst dabei war und nicht nur aus der Entfernung berichtet. In der Reportage \u00fcber einen Nachtdienst am Rettungswagen in Klagenfurt hat man das Gef\u00fchl, selbst dabei zu sein.<\/p>\n<p>Links: <a href=\"http:\/\/www.zsolnay.at\/index.asp?task=60&amp;isbn=3-552-06092-8\">Verlag <\/a>| <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3552060928\/ref=cm_cr_rev_prod_title\">Amazon.at<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rezension zum Buch Robert Dempfer (2009): Das Rote Kreuz: Von Helden im Rampenlicht und diskreten Helfern. Wien:Deuticke. 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