{"id":14,"date":"2007-08-08T15:06:10","date_gmt":"2007-08-08T13:06:10","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.roteskreuz.at\/sociologist\/2007\/08\/08\/blogs-und-web20-als-instrumente-der-segregation\/"},"modified":"2007-08-08T15:06:10","modified_gmt":"2007-08-08T13:06:10","slug":"blogs-und-web20-als-instrumente-der-segregation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/2007\/08\/08\/blogs-und-web20-als-instrumente-der-segregation\/","title":{"rendered":"Blogs und Web2.0 als Instrumente der Segregation?"},"content":{"rendered":"<p>Inspiriert durch meinen <a href=\"http:\/\/redcrosswebmaster.blogspot.com\/2007\/08\/integratiion-von-stakeholdern.html\">Kommentar<\/a> zu einem Artikel (<a href=\"http:\/\/nonprofits-vernetzt.de\/blog\/index.php\/nonprofits-und-web-20-2\/\" rel=\"bookmark\" title=\"Permanent Link to Nonprofits und Web 2.0\">Nonprofits und Web 2.0<\/a>) von Dr. Brigitte Reiser in ihrem Blog habe ich versucht, mich kurz intensiver mit meiner These betreffend der Web2.0 Einf\u00fchrung in NGOs zum Zwecke der Stakeholdereinbindung in NGOs auseinanderzusetzen.<\/p>\n<blockquote><p>Zudem ist es auch die Frage, ob Web2.0 da wirklich intensiv hilft, oder ob die Web-Fixierung nicht vielmehr auch zur Segregation der NGO von vielen der als Stakeholder definierten Betroffenengruppen f\u00fchrt?<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mediacoffee.de\/frankstadthoewer\/item\/358\">Studien<\/a> zeigen uns, dass die Begriffe des &#8222;neuen&#8220; Web2.0 bis heute nicht einmal in den Pressestellen, also die Hauptanwender der &#8222;praktischen Kommunikation&#8220; (in Unterschied zu den Kommunikationswissenschaftern) zum verbreiteten Wording geh\u00f6ren. Hinsichtlich der Nutzer des Internets gibt es bereits eine starke soziale Ungleichheit, wie nicht nur der <a href=\"http:\/\/www.integral.co.at\/\">Austrian Internet Monitor von Integral<\/a> zeigt. <strong>Das Internet in \u00d6sterreich ist ein vorwiegend m\u00e4nnliches Medium, das signifikant Menschen \u00fcber 50 und Personen ohne Matura nicht erreicht.<\/strong> Zudem ist das Internet ein &#8222;Mittelklasse-Medium&#8220; eine Distinktion des &#8222;Bildungsb\u00fcrgertums&#8220;, das speziell unterprivilegierte Schichten durch deren Nichtpartizipation von kulturellem Kapital ausschlie\u00dft.<\/p>\n<p>Versucht man nun, den Hype rund ums Web2.0 &#8211; und damit sind wir wieder bei der Ausgangsfrage &#8211; weiter in dieses Kalk\u00fcl zu integrieren, so wird die Segregation noch deutlicher. Ist das &#8222;Internet&#8220; noch f\u00fcr gro\u00dfe Teile der Mittelschicht nicht nur ein Begriff, sondern schon eine etablierte Kulturtechnik, so f\u00fchren Blogs, Podcasts und Wikis in diesen Milieus sogar manchmal noch zu Verst\u00f6rung und Ungl\u00e4ubigkeit. Das Ph\u00e4nomen ist wohl zur Zeit noch auf eine kleinere Gruppe von Spezialisten, um nicht zu sagen Freaks, beschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p>Wenn Frau Reisner nun fordert:<\/p>\n<blockquote><p>Es ist Zeit, diese Art der one-way communication zwischen Sozialorganisation und den Stakeholdern hinter sich zu lassen. Nonprofits m\u00fcssen sich nach au\u00dfen hin \u00f6ffnen und externe Akteure besser in die Organisation integrieren. Das geht sehr gut \u00fcber Weblogs, Podcasting, Communities, Wikis usw. Auch hier gilt der Satz: wer zu sp\u00e4t kommt, den bestraft das Leben.<\/p><\/blockquote>\n<p>so ist der erste Teil ja zumindest \u00fcberlegenswert, das haupts\u00e4chliche Einbinden dieser Stakeholdergruppen \u00fcber die Methodik des Web2.0 ist aber mit Sicherheit diskriminierend. Gerade Organisationen, deren Klienten in bildungsfernen Milieus beheimatet sind, werden mit den Mitteln des Internet schwer zielgruppenad\u00e4quate Einbindungsstrategien entwickeln k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inspiriert durch meinen Kommentar zu einem Artikel (Nonprofits und Web 2.0) von Dr. Brigitte Reiser in ihrem Blog habe ich versucht, mich kurz intensiver mit meiner These betreffend der Web2.0 Einf\u00fchrung in NGOs zum Zwecke<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[1,3,23,27],"tags":[],"class_list":["post-14","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-blogs","category-soziologie","category-web20"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}