{"id":159,"date":"2009-09-25T15:08:31","date_gmt":"2009-09-25T13:08:31","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.roteskreuz.at\/sociologist\/?p=159"},"modified":"2009-09-25T15:08:31","modified_gmt":"2009-09-25T13:08:31","slug":"zusammenfassung-integrierte-kommunikationsstrategien-fur-jugendliche-zielgruppen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/2009\/09\/25\/zusammenfassung-integrierte-kommunikationsstrategien-fur-jugendliche-zielgruppen\/","title":{"rendered":"Zusammenfassung: Integrierte Kommunikationsstrategien f\u00fcr jugendliche Zielgruppen"},"content":{"rendered":"<p>Viel Wasser ist die <a href=\"http:\/\/www.doris.bmvit.gv.at\/pegel\/pegelstaende\/wildungsmauer\/\">Donau<\/a> heruntergeronnen, seit dem ich am 22. Juli 2009 das <a href=\"..\/..\/..\/..\/..\/2009\/07\/22\/integrierte-kommunikationsstrategien-fur-jugendliche-zielgruppen\/\">Thema der NPO-Blogparade angesto\u00dfen habe<\/a> (<a href=\"http:\/\/npoblogparade.wordpress.com\/2009\/07\/22\/npo-blogparade-10-runde-gestartet\/\">NPO-Blogparade<\/a>).\u00a0 Zuerst wurde die Frist zur Teilnahme verl\u00e4ngert und dann hat mich die beinharte Realit\u00e4t wieder eingeholt, was hei\u00dft, dass ich arbeitm\u00e4ssig ziemlich eingedeckt war. Daher m\u00f6chte ich mich vorab einmal f\u00fcr die Verz\u00f6gerung in der Aufarbeitung entschuldigen: mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa.<\/p>\n<p>But now for something completely different.<strong> Zun\u00e4chst einmal Danke f\u00fcr die vielen Inputs<\/strong>. Verdammt viel Material war das, das ich durcharbeiten durfte, sortieren und paraphrasieren.<\/p>\n<p>Matthias Daberspiel vom <a href=\"http:\/\/fundraiser-magazin.de\/\">Funraiser-Magazin.de<\/a> aus Dresden best\u00e4tigt die Pr\u00e4dominanz \u00e4lterer Zielgruppen als Hauptklientel f\u00fcr Funraising-Aktivit\u00e4ten und die geringe Relevanz von jugendlichen Gruppen in diesem f\u00fcr viele NPOs entscheidendem Segment des Managements.<\/p>\n<blockquote><p>Die Frage ist: n\u00fctzt es auf lange Sicht den NPOs j\u00fcngere Zielgruppen anzusprechen. Wenn man es rein finanziell denkt definitiv nicht. Auf lange Sicht entstehen aber Bindungen an die Organisation, die tragf\u00e4hig sein k\u00f6nnen und sp\u00e4ter die Bitte um Unterst\u00fctzung vereinfachen k\u00f6nnen. Deshalb ist ein Investment in die Jugend sinnvoll, mu\u00df aber sehr zielgruppengerecht und effektiv erfolgen.<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"http:\/\/www.pr-indianer.de\/?p=333\">Ludger Brenner, PR-Indianer aus Hannover<\/a> nimmt in seinem Antwortassay zun\u00e4chst den Sponsoring-Markt unter die Lupe: Er subsummiert eine <a href=\"http:\/\/www.pilot.de\/\">Studie<\/a> Sponsor Visions, die postuliert, dass die Gesamtsumme des Sponsorings zur\u00fcckgeht \u2013 gleichzeitig soll die Summe des \u00d6kosponorings steigen und die Corporate Social Responsibility zum fixen Bestandteil der Unternehmensstrategien werden. Dort sieht Brenner den Hebel f\u00fcr das Targeting von jungen Zielgruppen.<\/p>\n<p>Den von mir eher metaphorisch verwendete Begriff der <a href=\"http:\/\/www.marketing-lexikon-online.de\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=212:panelsterblichkeit&amp;catid=1:lexikon\">Panelsterblichkeit<\/a> (Ausgeliehen von den Soziodemographen) f\u00fcr das Ph\u00e4nomen, dass die (Fundraising-) Datenbanken aufgrund des wegsterbens \u00e4lterer SpenderInnen immer neue junge Spenderinnen ben\u00f6tigen, um summa summarum die selben Ergebnisse zu bringen, lehnt Ludger ab:<\/p>\n<blockquote><p>Diese sicherlich unter \u00f6konomischen Gesichtspunkten zu wertende Definition, kann in der Akquise f\u00fcr (aktive) Spender einer NPO \u2013 unabh\u00e4ngig der angesprochenen Altersklassen und Zielgruppen \u2013 heute keine Relevanz mehr haben. Gerade die j\u00fcngere Generationen unterscheiden sich in ihren (Wesens-) Merkmalen von der \u00e4lteren. Und das ist auch gut so!<\/p><\/blockquote>\n<p>In weiterer Folge wird versucht, Web2.0 als gerade f\u00fcr jugendliche Zielkundengruppen relevantes Medienb\u00fcndel zu beschreiben. Die Tatsache, dass Spender und F\u00f6rderer emotional von \u201eihrer\u201c NPO ber\u00fchrt werden wollen, das Gef\u00fchl haben wollen, mit ihrem Einsatz etwas zu bewegen und schlussendlich auch Teil einer wichtigen gemeinsamen Sache zu sein, legt, so Ludger nahe, \u00a0Web2.0 Technologin zur Spenderkommunikation zu nutzen.<\/p>\n<p>Auch aus Nachhaltigkeits\u00fcberlegungen scheint es langfristig sinnvoll, bereits jetzt Image bei den (noch) jungen Zielgruppen zu erreichen.<\/p>\n<p>Das Involvement der sozialen Medien erlaubt ebenfalls eine neue Art der Mitwirkung an NPO-Themen im Sinne eines Mittelwegs zwischen Geldspende und ehrenamtlichen Engagement.<\/p>\n<p>Als best-practice wird: <a href=\"http:\/\/www.panda.org\/\">der WWF<\/a> mit seinem panda.org Portal genannt, der gezielt junge Menschen anspricht. Auch Bewertungsportale, wie <a href=\"http:\/\/www.netzwirken.net\/\">netzwirken.net<\/a>, die Userinteraktion in den Fundraisingprozess einbinden helfen in diesem Bereich mit.<\/p>\n<p>Einige Tipps schliessen den Artikel von Ludger:<\/p>\n<ul>\n<blockquote>\n<li>Der Online-Protest ist nicht nur f\u00fcr politische Organisationen interessant, sondern auch f\u00fcr NPOs, welche sich thematisch z. B. mit Menschen, dem Tierschutz oder der Umwelt besch\u00e4ftigen.<\/li>\n<li> Foto- und Video-Communities stellen einen ersten Anfang f\u00fcr Onlineaktivit\u00e4ten dar. Unterst\u00fctzer k\u00f6nnen \u00fcber entsprechende Portale mit einem Bild oder einem Film, gepaart mit einem Statement, eine Kampagne oder ein Projekt emotional begleiten.<\/li>\n<li>In Social-Network-Sites wie z. .B. <em>StudiVZ<\/em> oder <em>Facebook<\/em> sollten Kampagnen in jedem Fall integriert werden. Es k\u00f6nnen hier\u00fcber Aktionen angek\u00fcndigt und f\u00fcr Spenden geworben werden. Ziel ist es, m\u00f6glichst viele Unterst\u00fctzer f\u00fcr die eigene Sache zu finden und an sich zu binden.<\/li>\n<li> Microblogging-Dienste wie <em>Twitter<\/em>, erm\u00f6glichen den t\u00e4glichen Kontakt mit den Followern einer NPO und helfen Kampagnen und Dinge aus dem allt\u00e4glichen Gesch\u00e4ft in Echtzeit zu kommunizieren. Durch die mobile Unabh\u00e4ngigkeit solcher Dienste ist eine dauerhafte emotionale Bindung der Interessenten in kurzer Zeit m\u00f6glich.<\/li>\n<\/blockquote>\n<\/ul>\n<p><strong>Sein Fazit: Jugendliche sollen eingebunden werden, denn sie sind politisch und sozial aktiv &#8211; die NPOs sind auf diese Zielgruppen angewiesen.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kulturmanagement.wordpress.com\/2009\/08\/10\/npo-blogparade-integrierte-kommunikationsstrategien-fur-jugendliche-zielgruppen\/\">Christian Henner-Fehr vom Kulturmanagement Blog<\/a> bezieht klarerweise die Position des Kulturmanagers. Zun\u00e4chst versucht Christian anhand eines praktischen Beispiels, einer Fundraising-Aktion des <a href=\"http:\/\/kulturmanagement.wordpress.com\/2009\/06\/19\/das-festival-young-euro-classic-sucht-unterstutzung\/\">Young Euro Classic Festivals<\/a> zu explizieren, inwieweit jugendliche Zielkundengruppen auch f\u00fcr das aktuelle Fundraisingergebnis mitverantwortlich waren.<\/p>\n<blockquote><p>Nachdem die Liste verst\u00e4ndlicherweise keine Altersangaben enth\u00e4lt, kann ich nur vermuten, dass die \u00fcberwiegende Mehrzahl der SpenderInnen nicht mehr der Kategorie jugendlich zugeordnet werden kann. Ich st\u00fctze mich bei meiner Vermutung auf die vielen bekannten und prominenten Namen, die ich in dieser Liste entdeckt habe.<\/p><\/blockquote>\n<p>Dass jugendliche Zielgruppen im Marketingjargon \u201egut getargetet\u201c werden k\u00f6nnen, sieht Christian auch in mehreren <a href=\"http:\/\/go2.wordpress.com\/?id=725X1342&amp;site=kulturmanagement.wordpress.com&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.slideshare.net%2FUMGermany%2Fum-wave-4-power-to-the-people\">Studien<\/a> best\u00e4tigt. Die Etablierung von eigenen <a href=\"http:\/\/kulturmanagement.wordpress.com\/2009\/01\/28\/social-media-strategisch-planen\/\">Social Media-Strategien<\/a> sieht er auch als wesentlich f\u00fcr dieses Zielkundensegment.<\/p>\n<blockquote><p>Ich beantworte daher Gerald Czechs Frage, ob es Sinn macht, Jugendliche gezielt anzusprechen, mit einem klaren Ja. Man muss sich nur dar\u00fcber im Klaren sein, dass wir hier nicht mehr von einer Spendenpraxis sprechen, die in den letzten Jahrzehnten \u00fcblich war (und sich auch bew\u00e4hrt hat).<\/p><\/blockquote>\n<p>Ein weiterer sp\u00e4terer Post von Christian widmet sich dem Thema <a href=\"http:\/\/kulturmanagement.wordpress.com\/2009\/08\/13\/fundraising-und-social-media-eine-studie\/\">Fundraising und Social Media<\/a>, indem er eine US-Amerikanische Studie zusammenfasst, die sich diesem Thema widmet \u2013 und passt daher auch gut in diese Zusammenfassung herein.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/foulder.blogspot.com\/2009\/08\/runde-8-der-npo-blogparade-integration.html\">Hannes J\u00e4hnert, \u201eDie wunderbare Welt \u2026 &#8211; in Chiffren und Zeichen\u201c<\/a>, widmet sich im erstenTeil seines Beitrags der Unterst\u00fctzung von gemeinn\u00fctzigem Engagements als Basisaufgabe der NPOs und begr\u00fcndet damit ein Engagement f\u00fcr jugendliche Zielgruppen f\u00fcr NPOs schon aufgrund der Basisausrichtung als NPO. Er erkennt einen Zusammenhang von Marketingmassnahmen in diesen Segmenten der Zielgruppen und dem sp\u00e4teren Engagement im Sinne der Partizipation oder der finanziellen Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<blockquote><p>Es scheint mir ausreichend bewiesen, dass sich freiwilliges Engagement (und das umfasst hier Geld-, Zeit oder Skillspenden) zumeist durch die gesamte Biographie zieht und nicht ausschlie\u00dflich im Jugend-, Erwachsenen- oder Rentenalter geleistet wird (vgl. <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Kompetenzerwerb-freiwilligen-Engagement-informellen-Jugendalter\/dp\/product-description\/3531157981\">D\u00fcx et al.<\/a>). Zwar verschieben sich die Interessen sowie das Zeit- und Geldbudget im Laufe einer Engagementbiografie (<a href=\"http:\/\/www.bmfsfj.de\/bmfsfj\/generator\/RedaktionBMFSFJ\/Arbeitsgruppen\/Pdf-Anlagen\/freiwilligen-survey-langfassung,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdf\">Freiwilligensurvey, 60 sowie 272<\/a>), doch zieht sich die Bereitschaft zur Freiwilligenarbeit zumeist durch das gesamte Leben engagierter Menschen. Je fr\u00fcher also mit der Engagementf\u00f6rderung begonnen wird, desto besser!<\/p><\/blockquote>\n<p>Hinsichtlich einer idealen Kommunikationsstrategie schl\u00e4gt Hannes \u2013 ganz sozialwissenschaftlich &#8211; \u00a0vor, sich mit den Lebenswelten der Zielgruppen auseinander zu setzen.<\/p>\n<blockquote><p>Es geht also um die zielgruppenspezifische Profilierung einer Organisation \u2013 \u201edas Zurschaustellen einer bestimmten Eigenart [\u2026] um sich von Anderen abgrenzen zu k\u00f6nnen\u201c (<a href=\"http:\/\/de.wiktionary.org\/wiki\/Profilierung\">Wiktionary<\/a>). Doch wie k\u00f6nnen sich gro\u00dfe (Massen-) Organisationen profilieren, wenn sie doch tausenden und abertausenden verschieden Menschen gerecht werden m\u00fcssen?<\/p><\/blockquote>\n<p>Als L\u00f6sung f\u00fcr die Individualisierung von gro\u00dfen Organisationen, sieht Hannes die Dezentralisierung. Da die Dachmarken bei dieser Organisationsform hinter den einzelnen und individuellen Hilfsprojekten oftmals schwer erkennbar ist, sollen Kommunikationsstrategien bereits fr\u00fchzeitig Wertevermittelnd im Sinne der Gesamtorganisation eingreifen k\u00f6nnen und so zur Vernetzung der Einzelprojekte zu einem Ganzen beitragen.<\/p>\n<blockquote><p>Die Werte und Ziele einer Tr\u00e4gerorganisation \u2013 die selbstverst\u00e4ndlich freiheitliche sein m\u00fcssen (!) \u2013 sollten also schon so fr\u00fch wie m\u00f6glich vermittelt werden, was wiederum zum n\u00e4chsten Problem f\u00fchrt: Die Integration vermittelnder Kommunikation.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Dass das Internet oder Social Media der Weg dazu sein k\u00f6nnen, bezweifelt Hannes J\u00e4hnert, da sich die Lebenswelt doch gr\u00f6\u00dftenteils offline abspielt.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.online-fundraising.org\/index.php?\/10-npo-blogparade-integrierte-kommunikation-fa-r-jugendliche.html\">Thilo Reichenbach von F&amp;S Fundraising und Sozialmarketing<\/a> unterst\u00fctzt in seinem Fazit Christian Henner-Fehrs uneingeschr\u00e4nktes \u201eJa\u201c zur Frage, ob es Sinn macht, jugendliche Zielgruppen anzusprechen.<\/p>\n<blockquote><p>Das viele der gr\u00f6\u00dferen NPOs in Deutschland der ebenfalls der Meinung sind, dass sich der Dialog mit einer j\u00fcngeren Zielgruppe durchaus lohnt und zielf\u00fchrend ist, zeigt wohl nicht zuletzt die rasante Zunahme von Twitter-Profilen und Facebook-Pr\u00e4senzen deutscher NPOs.<sup>9<\/sup> Und auch eigene Communities sind auf dem Vormarsch, so startete WWF k\u00fcrzlich seine WWF Jugend Community, das Deutsche Rote Kreuz das \u201eNetzwerk Blutspender\u201c und Greenpeace die viel versprechende Aktionsplattform \u201eGreenAction\u201c. Weiter Organisationen werden sicher folgen&#8230;<\/p><\/blockquote>\n<p>Spannend ist die Argumentation: Thilo beginnt, Spenden auf das Vertrauen zur\u00fcck zu f\u00fchren, das NPOs in ihren Kernzielgruppen besitzen. Die psychosoziale Prozeduren der neuronalen Netze speichern nun verschiedenste Empfindungen zu einer Marke ab, daher haben \u2013 gleichsam wie im B2C-Bereich beim Waschmittelverkauf &#8211; \u00a0starke Marken auch gr\u00f6\u00dferes Vertrauen der Kundinnen so die Kommunikation und das Markenempfinden stimmig sind und einander erg\u00e4nzen.<\/p>\n<blockquote><p>Doch starke neuronale Netzwerke, starke Marken, entstehen nur, wenn Kommunikation und Markenbotschaft klar und relevant sind, sehr einfach verarbeitet werden k\u00f6nnen und die Information dem bereits bestehenden neuronalen Netzwerk, hei\u00dft dem Wissen um eine bestimmte Marke, widerspruchsfrei angegliedert werden kann. Nicht relevante Informationen werden vom Ultrakurzzeitged\u00e4chtnis gefiltert und zahlen nicht auf das \u201eMarkenkonto\u201c ein. Die Kommunikation ist ineffizient.<\/p><\/blockquote>\n<p>Daraus begr\u00fcndet er nunmehr eine Pflicht zur konsistenten, widerspruchsfreien und markenad\u00e4quaten integrierten Kommunikation auf allen Kan\u00e4len. Corporate Design ist dabei essentiell, wie auch andere Identit\u00e4tsdefinitionen (CI, CB, C\u2026). Web2.0 als interaktive und partizipative Form der Kommunikation ist dabei insoferne ein Paradigmenwechsel, als das die Botschaften zur Marke nicht mehr von einer zentralen \u201ecorporate communication\u201c-Person kommen, sondern die markenbotschafter dezentral agieren und nur \u2013 unbewusst &#8211; auf ihre gespeicherte Markenempfindung (\u201eMarkenwelt\u201c) zur\u00fcckgreifen. Sollen nun Organisationen jugendliche Zielgruppen ansprechen?<\/p>\n<blockquote><p>Meines Erachtens ist die Frage nicht pauschal zu beantworten, jede Organisation muss f\u00fcr sich selbst bewerten, ob der Gang in die sozialen Netzwerke, denn dort halten sich \u201ejugendliche Zielgruppen\u201c auf, zur Marke passt und ob sie wirklich die personellen, zeitlichen und finanziellen Ressourcen aufbringen kann, um ehrlich und authentisch (!) in einen offenen Dialog zu treten.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Wesentlich, da stimmt er auch mit <a href=\"http:\/\/kulturmanagement.wordpress.com\/2009\/08\/10\/npo-blogparade-integrierte-kommunikationsstrategien-fur-jugendliche-zielgruppen\/\">Christian Henner-Fehr vom Kulturmanagement Blog<\/a> \u00fcberein ist in jedem Falle die Erstellung einer integrierten (Social Media) Kommunikationsstrategie.<\/strong> Weitere gute Tipps von Thilo: Im Web2.0 nicht alles auf eine Karte setzen sondern auch taktisch zu diversifizieren.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.nonprofits-vernetzt.de\/index.php\/npo-blogparade-sind-jugendliche-zielgruppen-wichtig-und-wie-spricht-man-sie-an\/\">Brigitte Reiser von Nonprofits-vernetzt.de<\/a> betont zun\u00e4chst, dass f\u00fcr jegliche NPO das geeignete Portfolio an unterschiedlichen (Alters-) Zielgruppen essentiell ist. Diese Aufgabe ist eine strategische und tr\u00e4gt zur Erweiterung der eigenen Spielr\u00e4ume bei.<\/p>\n<blockquote><p>Die These, die im Fundraising dominiert, \u2013 dass Spenden eine Dom\u00e4ne der \u00c4lteren sei, was man an den Spendenergebnissen ablesen k\u00f6nne \u2013 halte ich f\u00fcr falsch. Die empirischen Ergebnisse belegen nur, dass man mit den bisherigen Fundraisinginstrumenten haupts\u00e4chlich die \u00e4ltere Generation erreicht hat.<\/p><\/blockquote>\n<p>Junge Menschen, so Brigitte, seien sehr wohl am Gemeinwesen interessiert und engagieren sich auch selbst sehr oft \u2013 mit Sicherheit ein M\u00f6glicher Hook zur Bindung dieser Zielgruppen an NPOs.<\/p>\n<p>Hinsichtlich der optimalen Zielgruppenansprache schl\u00e4gt Brigitte vor, dass sich NPOs eine gute Datengrundlage erarbeiten (lassen), in dem sie empirische Untersuchungen zu den Generationsunterschieden entwickeln. Diese k\u00f6nnen dann zur konkreten Ausgestaltung der jeweiligen strategischen Ans\u00e4tze dienen. \u00a0Ein weiterer Vorschlag betrifft das \u201egoing-online\u201c von offline bereits existierenden Strukturen, wie Jugendgruppen. Es gibt zwar verschiedene Portale, allerdings sind gerade die vernetzungs- und Partizipationsm\u00f6glichkeiten des Web2.0 Zusatzfeatures, die die Autorin vermisst. (Anm.: <a href=\"http:\/\/www.humanitynetwork.at\/\">humanitynetwork.at<\/a>, das Web2.0 Portal des \u00d6sterr. Jugendrotkreuz soll genau das machen: <a href=\"..\/..\/..\/..\/..\/..\/redcrosswebmaster\/2008\/09\/24\/juryauszeichnung-fur-humanitynetworkat\/\">Blogpost<\/a> von mir).<\/p>\n<p>Nicht zuletzt sollten sich die gro\u00dfen Organisationen mit Jugendverb\u00e4nden auch gleich die eigenen Mitglieder als Zielgruppenexperten zur Hand nehmen, um die junge Generation an der Gesamtstrategie partizipieren zu lassen.<\/p>\n<blockquote><p>Bei allen Bem\u00fchungen um Kommunikationsstrategien f\u00fcr Jugendliche darf nicht vergessen werden, dass eine Nonprofit-Organisation niemals nur nach Spendern suchen sollte, sondern immer nach Partnern, \u2013 mit allen Konsequenzen, die dieser Stakeholder-Status mit sich bringt<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"http:\/\/kulturzweinull.eu\/index.php\/npo-blogparade-%C2%A6-anmerkung-zur-einbindung-jugendlicher-zielgruppen-in-die-kommunikationsstrategien\/\">Ulrike Schmidt von Kultur2.0<\/a> antwortet zu Beginn ihres Beitrags einfach auf meine Frage:<\/p>\n<blockquote><p>Ja, unbedingt lautet meine Antwort auf die Frage von Gerald Czech ob es f\u00fcr NPOs integrierte Kommunikationsstrategien f\u00fcr jugendliche Zielgruppen geben k\u00f6nne bzw. solle?<\/p><\/blockquote>\n<p>Gerade die fr\u00fchzeitige Einbindung von jungen Leuten erm\u00f6glicht es der Organisation auch die Werte und Normen zu sozialisieren und damit die Basis f\u00fcr zuk\u00fcnftigen Aktivismus zu generieren. Im Sinne einer Stakeholder-Pyramide sollten es Organisationen schaffen, junge Menschen zu \u201epacken\u201c und ihr \u201eFan sein\u201c \u00fcber kurz oder lang zum langfristigen Engagement zu transferieren. Auch den intergenerationalen Dialog, dass Jugendliche von \u00c4lteren Erfahrungen und Wissen absch\u00f6pfen k\u00f6nnen und die \u00c4lteren vom Elan und neuen Ideen der Jugend profitieren, streicht Ulrike hervor.<\/p>\n<p>Ein Gesamt\u00fcberblich zu diesen vielen unterschiedlichen Beitr\u00e4gen ist schwierig. Der erste Teil meiner Frage ist leicht zu beantworten: Ja, es braucht eine dezidierte Strategie f\u00fcr jugendliche Zielgruppen. Doch ob in dieser Strategie dann das Web2.0 vorkommt, ob die Strategie vielleicht lautet, diese Zielgruppe ganz gezielt auszulassen l\u00e4sst sich aus den bestehenden Beitr\u00e4gen nicht eindeutig herauslesen. Auch die Perspektiven unterscheiden sich: Vom praktischen Marketingstrategen, der die Markenwelt und die damit verbundenen emotionalen Wahrnehmungen des Konsumenten in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen stellt, \u00fcber die konkrete operative Fundraising-Sicht, das Involvement innerhalb der Zielgruppen und ihr praktisches Engagement, die Organisationsstruktur und ihre Auswirkungen auf die empfundene Organisationskultur und reale Lebenswelt der Akteurinnen, bis hin zur Forderung, sich einmal theoretisch mit den tats\u00e4chlichen empirischen Ergebnissen auseinander zu setzen reichen die Anregungen, die\u00a0 ich sehr wohl aufnehmen konnte.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich selbst ist das auch insoferne ein wertvoller Beitrag, als das wir selbst in diesem bereich versuchen, strategische Rahmenbedingungen zu entwickeln. Erster Schritt wird die Kooperation mit der Wirtschaftsuniversit\u00e4t Wien sein, wo im n\u00e4chsten Semester im Rahmen eines studentischen Projekts einmal Grundlagen zum Thema erarbeitet werden sollen.<\/p>\n<p>Wenn ich in meinem \u00dcberblick einen wichtigen Aspekt unerw\u00e4hnt habe lassen, ersuche ich um Eure Kommentare!<\/p>\n<p>Noch einmal vielen Dank f\u00fcr die Beitr\u00e4ge!<\/p>\n<p>Gerald Czech, vulgo Redcross Sociologist<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viel Wasser ist die Donau heruntergeronnen, seit dem ich am 22. Juli 2009 das Thema der NPO-Blogparade angesto\u00dfen habe (NPO-Blogparade).\u00a0 Zuerst wurde die Frist zur Teilnahme verl\u00e4ngert und dann hat mich die beinharte Realit\u00e4t wieder<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[2,14,17,23,24,27],"tags":[43,92,108,121,123,161,188],"class_list":["post-159","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-blogparade","category-marketing","category-organisation","category-soziologie","category-studie","category-web20","tag-blogparade","tag-jugend","tag-marketing","tag-nonprofit","tag-npo-blogparade","tag-targeting","tag-zusammenfassung"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/159","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=159"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/159\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=159"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=159"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=159"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}