{"id":163,"date":"2009-11-25T13:31:04","date_gmt":"2009-11-25T11:31:04","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.roteskreuz.at\/sociologist\/?p=163"},"modified":"2009-11-25T13:31:04","modified_gmt":"2009-11-25T11:31:04","slug":"interne-herausforderungen-fur-web2-0-in-npos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/2009\/11\/25\/interne-herausforderungen-fur-web2-0-in-npos\/","title":{"rendered":"Interne Herausforderungen f\u00fcr Web2.0 in NPOs"},"content":{"rendered":"<p>In der 12. Runde der <a href=\"http:\/\/netzwerkpr.de\/index.php\/2009\/11\/12-runde-der-npo-blogparade\/\">NPO-Blogparade<\/a> fragt Katrin Kiefer nach den internen Herausforderungen f\u00fcr NPOs, wenn diese Social Media erfolgreich einsetzen wollen.<\/p>\n<p>Ich denke \u2013 und bevor ich in medias res gehen m\u00f6chte, sollte ich das Feld noch ein wenig beschreiben \u2013 dass man hier NPOs selbst nicht so \u00fcber einen Kamm scheren kann. Je nach h\u00f6herem Ziel der Organisation, dies kann im tats\u00e4chlichen operativen Bereich sein \u2013 \u00a0beispielsweise bed\u00fcrftige Menschen direkt oder indirekt zu unterst\u00fctzen \u00a0\u2013 oder im ideellen\u2013beispielsweise eine Idee zu verbreiten \u00a0\u2013 sollten die Herangehensweisen an das Thema Medien und Kommunikation nach au\u00dfen schon unterschiedlich sein; analoges gilt daher meiner Meinung nach auch f\u00fcr Social Media.<\/p>\n<p>Ist Kommunikation eines ideellen Wertes das eigentliche Ziel, so ist der Zugang zu partizipativen Medien n\u00e4herliegend, da diese Technik die Mission eher unterst\u00fctzt, als behindert. Anders sieht es bei \u201eproduktiven\u201c NPOs aus,\u00a0 bei denen vielfach passieren kann, dass die Kommunikation, speziell wenn es um partizipative Konzepte wie Social Media geht, beginnt, mit den operativen Strukturen der Organisation zu interagieren, wenn sozusagen die Crowd beginnt, das operative Handeln mitgestalten zu wollen. Dann n\u00e4mlich werden die Grenzen zwischen dem Organisationsinnerem und der Umwelt aufgel\u00f6st, ein Angriff auf die Integrit\u00e4t des Systems, werden manche Organisationsmitglieder empfinden und daher dagegen sein.<\/p>\n<p>Gerade die Binnenorganisation einer NPO differiert zwischen den verschiedenen Playern in diesem Feld. Je nach Geschichte und Genese, nach Ziel und Mission kann es sich um lose F\u00f6derationen von lokalen Einheiten handeln, oder streng zentralistische Strukturen. Es k\u00f6nnen Organisationsformen gefunden werden, die sehr grassroot-based sind, oder solche mit autokratischer zentraler Steuerung. Nat\u00fcrlich ist auch jede Auspr\u00e4gung dazwischen m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Da sich ehrliches Social Media Engagement auch mit diesen Organisations- und Entscheidungsstrukturen besch\u00e4ftigen muss, gibt es aus meiner Sicht Organisationsformen, die mit dieser Art der Partizipation leichter umgehen k\u00f6nnen, als andere, Gerade das <a href=\"http:\/\/sozwiki.de\/wiki\/index.php?title=B%C3%BCrokratie-Theorie_der_Organisation\">B\u00fcrokratiemodell Max Webers<\/a>, der einst das \u201estahlharte Geh\u00e4use der H\u00f6rigkeit\u201c beschrieben hat, ist mit multidirektionalen Netzwerkartigen Organisationsformen der Social Media nicht kompatibel. Innerorganisatorische soziale Modelle, die Seniorit\u00e4t und Distinktion von Organisationsmitgliedern kennen, also nach dem b\u00fcrokratischen Modell funktionieren brauchen mit Sicherheit ganz andere Ideen zur Implementation kompetenter Social Media Konzepte, als dies kleinere Organisationen ben\u00f6tigen, oder solche mit generisch netzwerkartiger Struktur.<\/p>\n<p>Was in jedem Fall eine Herausforderung darstellt, ist der \u201edigital divide\u201c innerhalb von NPOs. Oftmals sind F\u00fchrungskr\u00e4fte und Entscheidungstr\u00e4ger zwar Nutzer von Social Media (<a href=\"http:\/\/www.gfk.at\/public_relations\/pressreleases\/articles\/004917\/index.de.html\">zumindest wenn man den neuesten Studien Glauben schenken mag<\/a>), sehen aber die Implemantation in die Kommunikationsstrategie nicht priorit\u00e4r und verstehen nicht, das mit der Implementierung derartiger Methoden auch ein Organisational Shift im Sinne einer Organisationsentwicklung einher geht.<\/p>\n<p>Einige der wesentlichen Erfolgsfaktoren zur Web2.0 Implementation hat McKinsey einmal basierend auf Manager-Befragungen im PO-Bereich publiziert. Ich habe dazu im <a href=\"..\/..\/..\/..\/..\/..\/redcrosswebmaster\/2009\/02\/19\/kritische-erfolgsfaktoren-fur-web20-implementationen\/\">Februar gebloggt.<\/a> Ich denke, das diese Faktoren auch f\u00fcr NPOs durchaus von Bedeutung sind, wenn auch die Priorit\u00e4ten vielleicht anders gew\u00e4hlt werden m\u00fcssen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der 12. Runde der NPO-Blogparade fragt Katrin Kiefer nach den internen Herausforderungen f\u00fcr NPOs, wenn diese Social Media erfolgreich einsetzen wollen. 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