{"id":21,"date":"2007-09-17T20:33:13","date_gmt":"2007-09-17T18:33:13","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.roteskreuz.at\/sociologist\/2007\/09\/17\/journalistinnen-im-krieg\/"},"modified":"2007-09-17T20:33:13","modified_gmt":"2007-09-17T18:33:13","slug":"journalistinnen-im-krieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/2007\/09\/17\/journalistinnen-im-krieg\/","title":{"rendered":"JournalistInnen im Krieg"},"content":{"rendered":"<p>Krieg &#8211; das ist das Arbeitsfeld des Roten Kreuzes. Zumindest das <a href=\"http:\/\/www.icrc.org\">IKRK <\/a>ist in Konfliktgebieten immer aktiv. Nach 10 jahren in der Rotkreuz-Pressearbeit werde ich daher hellh\u00f6rig, wenn ich im Kursprogramm des <a href=\"http:\/\/www.kfj.at\/\">\u00d6sterreichischen Kuratoriums f\u00fcr Journalistenausbildung<\/a> \u00fcber eine <a href=\"http:\/\/www.kriegsjournalist.de\/?cat=1\">Ausbildung f\u00fcr Kriegsjournalisten<\/a> lese. Nicht zuletzt die internationale <a href=\"http:\/\/www.roteskreuz.at\/243.html\">Delegiertenausbildung<\/a>, der Basic Training Course (BTC) hat mich f\u00fcr das Thema sensibilisiert &#8211; auch einige (Medien-)Auslandseins\u00e4tze bei Katastrophen, aber auch in Konfliktgebiete (Darfur) haben mir zumindest grobe Allgemeinbildung zu diesen Themen angedeihen lassen.<\/p>\n<p>Die Idee an sich klingt ja <a href=\"http:\/\/www.kriegsjournalist.de\/?p=3\">interessant<\/a>:<\/p>\n<blockquote><p>Sie kennen die Ohnmacht, die in Ihnen aufsteigt, wenn Sie lesen, dass wieder ein Journalist im Irak, in Afghanistan oder einem anderen Kriegsgebiet get\u00f6tet wurde? Alleine in diesem Jahr schon 62 mal! Wir wollen helfen, solche Meldungen zu vermeiden. Die Erste Internationale Ausbildung f\u00fcr Kriegsjournalistinnen und Kriegsjournalisten, die vom 2. bis 7. Dezember 2007 in Montepulciano und Pienza (Italien) stattfindet, bereitet Reporter auf die Berichterstattung aus den Krisenregionen dieser Welt vor. Dies ist der Auftakt einer Reihe von j\u00e4hrlich acht Seminaren zum Thema.<\/p><\/blockquote>\n<p>Auch die Inhalte scheinen beim ersten \u00dcberblick zum gr\u00f6\u00dften Teil wichtig und notwendig. Doch dann habe ich die Details des Curriculums gesehen:<\/p>\n<blockquote><p>Erste Hilfe &#8211; einschlie\u00dflich lebensrettender Ma\u00dfnahmen wie das Legen peripherer Zug\u00e4nge und die Verabreichung schmerzstillender Injektionen (<a href=\"http:\/\/www.kriegsjournalist.de\/?cat=26\">Quelle<\/a>)<\/p><\/blockquote>\n<p>Nicht, da\u00df ich irgendjemanden neidig w\u00e4re, aber das Legen peripherer ven\u00f6ser Zug\u00e4nge ist eine Fertigkeit (und das wei\u00df ich aus eigener Erfahrung), die nur klappt, wenn man sie regelm\u00e4\u00dfig \u00fcbt. Selbst einem Notfallsanit\u00e4ter mit ad\u00e4quater Ausbildung und rechtlicher Erlaubnis (<a href=\"http:\/\/www.roteskreuz.at\/prod_images\/Notfallkompetenzen_NKV_NKI_cd30fb293564d2593bce04f632dce328.pdf\">NKV<\/a>) werden diese Kompetenzen nur unter ganz strikten Voraussetzungen gegeben, weil es nicht leicht ist &#8211; wie soll ein Journalist &#8211; und das soll jetzt nicht beleidigend sein &#8211; unter gro\u00dfem Stre\u00df dann die Ruhe haben, jemand anderem korrekt einen Zugang zu legen und \u00fcber diesen dann Schmerzmittel (das w\u00e4re in \u00d6sterreich auch einem Notfallsanit\u00e4ter verboten) zu geben.<\/p>\n<p>Was aus meiner Sicht in diesem Curriculum daf\u00fcr fehlt ist der ganze Bereich des <a href=\"http:\/\/www.icrc.org\/web\/eng\/siteeng0.nsf\/htmlall\/section_ihl_media_and_ihl?opendocument\">Kriegs- und V\u00f6lkerrechts<\/a>, das auch f\u00fcr Journalisten gilt. Hier gibt es vom IKRK zum Beispiel eine <a href=\"http:\/\/www.icrc.org\/web\/eng\/siteeng0.nsf\/htmlall\/p0394?opendocument\">Hotline f\u00fcr Journalisten in Kriegsgebieten<\/a> und eine <a href=\"http:\/\/www.icrc.org\/Web\/Eng\/siteeng0.nsf\/htmlall\/p0394\/$File\/ICRC_002_0394.PDF!Open\">Brosch\u00fcre dazu<\/a>.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich, und das finde ich bei diesem Angebot ebenso suspekt, fehlen ausser den zwei <a href=\"http:\/\/www.kriegsjournalist.de\/?cat=27\">Organisatoren<\/a> Manuela Feyder und Franz Hutsch die Namen der Trainer und Vortragenden. Was man leicht findet ist der Preis: <a href=\"http:\/\/www.kriegsjournalist.de\/?cat=33\">1500 Euro pro Person<\/a>.<\/p>\n<p>Zwei Nachtr\u00e4ge (19.09.2007):<\/p>\n<p>Bernhard hat mir geschrieben:<\/p>\n<blockquote><p>du k\u00f6nntest noch einen lesetipp anh\u00e4ngen: <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Augenzeugen-Kriegsberichterstattung-vom-18-Jahrhundert\/dp\/3525367376\/ref=sr_1_33\/302-1152796-9930428?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1190107636&amp;sr=8-33\">Augenzeugen. Kriegsberichterstattung vom 18. zum 21. Jahrhundert von Ute Daniel<\/a> (Broschiert &#8211; M\u00e4rz 2006) oder: <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Kriegskorrespondenten-Deutungsinstanzen-Mediengesellschaft-Barbara-Korte\/dp\/353115091X\/ref=sr_1_1\/303-2765332-5893853?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1190224914&amp;sr=1-1\">Kriegskorrespondenten : Deutungsinstanzen in der Mediengesellschaft von Barbara Korte und Horst Tonn<\/a> (Broschiert &#8211; August 2007) <\/p><\/blockquote>\n<p>Und Robert meinte:<\/p>\n<blockquote><p>bin kein sani, kenn mich da nicht aus. aber prinzipiell ja (z.b. ihl), da gibt\u00b4s von gutman\/rieff das hervorragende projekt <a href=\"http:\/\/www.crimesofwar.org\">www.crimesofwar.org<\/a>. <\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Krieg &#8211; das ist das Arbeitsfeld des Roten Kreuzes. Zumindest das IKRK ist in Konfliktgebieten immer aktiv. 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