{"id":22,"date":"2007-09-21T22:55:24","date_gmt":"2007-09-21T20:55:24","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.roteskreuz.at\/sociologist\/2007\/09\/21\/zur-legitimation-von-zivilgesellschaftlichen-akteuren\/"},"modified":"2007-09-21T22:55:24","modified_gmt":"2007-09-21T20:55:24","slug":"zur-legitimation-von-zivilgesellschaftlichen-akteuren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/2007\/09\/21\/zur-legitimation-von-zivilgesellschaftlichen-akteuren\/","title":{"rendered":"Zur Legitimation von zivilgesellschaftlichen Akteuren"},"content":{"rendered":"<p>Einige Gedankenexperimente.<\/p>\n<p>In einer Reaktion auf meinen (reaktiven) Beitrag <a href=\"http:\/\/blog.roteskreuz.at\/redcrosswebmaster\/2007\/09\/21\/hande-weg-von-medienpartnerschaften\/\">\u201eH\u00e4nde weg von Medienpartnerschaften\u201c<\/a> spricht Thomas Pleil \u201eguten\u201c Motiven bei Medienpartnerschaften seine Akzeptenz aus:<\/p>\n<blockquote><p>Ich glaube, der in diesem Posting verwendete Begriff der Public Value-Kampagne ist sehr hilfreich. Und wahrscheinlich ist meine Absage an Partnerschaften zur Rettung der Welt [<a href=\"http:\/\/thomaspleil.wordpress.com\/2007\/09\/21\/die-wiwo-und-ihr-pr-titel\/\">in diesem Textdepot-Beitrag<\/a> ] \u00fcbertrieben. Ein Medium kann sich durchaus f\u00fcr eine gute Sache engagieren bzw. sein Publikum um Beteiligung ersuchen. Das ist eine grunds\u00e4tzliche Entscheidung, die eine Redaktion trifft, und die ich (gerade mit Blick auf Fundraising) akzeptiere. Die Zielsetzung der Sache ist dabei f\u00fcr jeden (auch das Publikum) klar.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Frage, die in diesem Kontext entsteht \u2013 ja, ich widerspreche meinen eigenen Aussagen im Originalposting \u2013 ist die Definition der \u201eguten Sache\u201c. Wenige Europ\u00e4er werden etwas gegen die humanit\u00e4re Arbeit des Roten Kreuzes haben, wenn es um den Rettungsdienst, die Katastrophenhilfe oder die Erste Hilfe geht. Auch Greenpeace hat ja grunds\u00e4tzlich gute Absichten. Wie sieht es allerdings mit kirchennahen Organisationen aus, sind die auch noch \u2013 im Sinne eines <strong>gesellschaftlichen Werts<\/strong> &#8211; \u201euneingeschr\u00e4nkt gut\u201c? Was ist mit anderen Werten und Leistungen des Roten Kreuzes, die Hilfe im Krieg, die Unterst\u00fctzung von Obdachlosen oder gar die Migrantenhilfe? Sind das noch immer Dienste mit \u00f6ffentlichem Wert, also solche, die von der Gesellschaft gesch\u00e4tzt werden? Wo ist die Grenze zu parteipolitischen Institutionen oder zu Vereinigungen, die anderen Interessensgemeinschaften als Mittel zum Zweck dienen?<\/p>\n<p>Eine kurze Recherche zum \u201epublic value\u201c f\u00fchrt mich auf <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Public_value\">Wikipedia.org<\/a>, die den Begriff als \u00c4quivalent zum Shareholder-Value definieren, allerdings im Public Management. \u201ePublic value is, what the public values\u201c ist eine Definition, die auf die Wertsch\u00e4tzung durch die \u00d6ffentlichkeit anspricht. (Quelle: <a href=\"http:\/\/www.bop.co.uk\/pdfs\/060921_BOP_Public_Value_and_Broadcasting_Paper.pdf\">http:\/\/www.bop.co.uk\/pdfs\/060921_BOP_Public_Value_and_Broadcasting_Paper.pdf<\/a>)<\/p>\n<p>Insgesamt, so stellt sich mir das Dilemma dar, geht es stark um das Thema der Definition nd der (demokratischen) Legitimation von \u201eguten Sachen\u201c, von zivilgesellschaftlichem Engagement. Dazu habe ich vor rund einem Jahr eine Seminararbeit unter dem Titel \u201eKrieger ohne Waffen\u201c verfasst. <\/p>\n<blockquote><p>Aus dem Abstract zu meiner Seminararbeit \u201eKrieger ohne Waffen\u201c:<br \/>\nDie vorhandene Literatur zum Thema NGO betrachtet oftmals die fehlende Legitimation der AkteurInnen von Seiten ihrer BenifizientInnen als demokratisches Problem. Diese Ans\u00e4tze sollen zun\u00e4chst anhand einiger Literaturzitate ausgebreitet und theoretisch behandelt werden, bevor in weiterer Folge ausgehend von der Gr\u00fcndungsgeschichte des Roten Kreuzes das Legitimations- und Aufgabenverst\u00e4ndnis des Roten Kreuzes im Detail beschrieben wird. <\/p>\n<p>Ein theoretischer Abschnitt besch\u00e4ftigt sich weiters mit der Abgrenzung und der Vernetzung des so genannten \u201eDritten Sektors\u201c aus institutionell-\u00f6konomischer Sicht \u2013 danach wird anhand dreier \u201eCase-Studies\u201c (die Vorarbeit zum Verbot von Anti-Personenminen in \u00d6sterreich, der internationale Bann von Laser-Blendwaffen und die Einf\u00fchrung von Fr\u00fchdefibrillatoren in \u00d6sterreich) auf die konkrete Problematik in der NGO-Arbeit des Roten Kreuzes in \u00d6sterreich aber auch im internationalen Kontext eingegangen. (Hier gibt es die gesamte Arbeit <a href='http:\/\/blog.roteskreuz.at\/sociologist\/files\/2007\/09\/krieger-ohne-waffen.pdf' title='Krieger ohne Waffen'>Krieger ohne Waffen<\/a> als PDF zum Download)<\/p><\/blockquote>\n<p>Eine L\u00f6sung f\u00fcr das legitimatorische Dilemma habe ich keine. Ich wei\u00df \u2013 nicht zuletzt aus eigener Erfahrung als Rotkreuz-Mitarbeiter, dass es wichtig ist, zu handeln. Doch gesellschaftliche Legitimation erh\u00e4lt das das Handeln dadurch auch nicht. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einige Gedankenexperimente. In einer Reaktion auf meinen (reaktiven) Beitrag \u201eH\u00e4nde weg von Medienpartnerschaften\u201c spricht Thomas Pleil \u201eguten\u201c Motiven bei Medienpartnerschaften seine Akzeptenz aus: Ich glaube, der in diesem Posting verwendete Begriff der Public Value-Kampagne ist<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[3,17,21],"tags":[],"class_list":["post-22","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-blogs","category-organisation","category-rotes-kreuz"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}