{"id":258,"date":"2010-10-25T17:20:34","date_gmt":"2010-10-25T15:20:34","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.roteskreuz.at\/sociologist\/?p=258"},"modified":"2010-10-25T17:20:34","modified_gmt":"2010-10-25T15:20:34","slug":"zahlt-es-sich-aus-kurzfristig-zu-denken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/2010\/10\/25\/zahlt-es-sich-aus-kurzfristig-zu-denken\/","title":{"rendered":"Zahlt es sich aus kurzfristig zu denken?"},"content":{"rendered":"<p>Die 18. Runde der NPO-Blogparade wird von <a href=\"http:\/\/www.fundraising20.de\/18-npo-blogparade-aufruf-zur-teilnahme\/\">Fundraising2.0<\/a> ausgerichtet und fragt nach konkreten Conversions von Kontakten im Web2.0.<\/p>\n<blockquote><p><strong>Wie kann es gelingen, dass sich Freunde, Fans und Follower f\u00fcr uns auszahlen?<\/strong><\/p>\n<p>Wie kann es gelingen? Gefragt sind Erfahrungen und Tipps ebenso wie Erfolgsrezepte und Lessons learned. Gleichg\u00fcltig welche sozialen Medien und Werkzeuge verwendet werden \u2013 wie k\u00f6nnen diese Unterst\u00fctzer f\u00fcr eine Organisation, eine Einrichtung oder Initiative erfahrbar Nutzen stiften? Die Wortwahl \u201causzahlen\u201d schr\u00e4nkt zun\u00e4chst auf Geld ein, also z.B. den Kauf eines Tickets f\u00fcr ein Museum oder Theater, eine Spende oder den Abschluss einer F\u00f6rdermitgliedschaft. Gerne kann das Auszahlen aber auch weiter interpretiert werden.<\/p><\/blockquote>\n<p>Meine erste Frage ist, wie man diese konkreten Conversions &#8211; so m\u00f6chte ich die von den Fans zu setzenden monet\u00e4r bewertbaren Aktionen bezeichenen &#8211; messen will? Hier sind wir gleich an einem spannenden Konflikt zwischen Marketing, Verkauf und Kommunikation angelangt, den man wohl in zwei S\u00e4tzen nicht l\u00f6sen k\u00f6nnen wird. Es gibt hier Unterschiede in der Zugangsweise und in der Fristigkeit der Ziele, sowie in deren direkten EInkoppelungen in das Ergebnis.<\/p>\n<p>Social-Media-Aktivit\u00e4ten spielen sich stark \u2013 das ist zumindest mein Konzept \u2013 im Bereich der Markenpositionierung und \u2013Wahrnehmung ab, im Bereich der Kommunikationskan\u00e4le, die im Gegensatz zu den Old-School-Tools zumindest mit einem R\u00fcckkanal ausgestattet sind und sich in vielen F\u00e4llen auch viral, also selbstverst\u00e4rkend, einsetzen lassen. Zudem ist die Anspruchsgruppenzusammensetzung eine unterschiedliche \u2013 gerade Facebook&amp;Co haben ein Durchschnittsalter von (bei uns) unter 25 Jahren. Das sind Menschen, die anderweitig mit unseren Botschaften definitiv nicht erreichbar sind. Andere Medien sind vom Alter der Zielkunden weit weg \u2013 in \u00d6sterreich beispielsweise bei den Hauptabendnachrichten ZIB1 betr\u00e4gt dieses 61 Jahre, wie <a href=\"http:\/\/twitter.com\/#!\/heinz\/status\/28411176588\">via Twitter dieser Tage<\/a> zu lesen war..<\/p>\n<p>Da die Markenpositionierung und die Verankerung dieser in den Lebensumwelten unserer Anspruchsgruppen Hauptziel der Kommunikation sein, ist eine weitere Conversion im Sinne von \u201eSpenden\u201c, Ums\u00e4tzen oder durchgef\u00fchrten Dienstleistungen hier nicht wirklich zweckm\u00e4\u00dfig. Nat\u00fcrlich hilft ein ad\u00e4quates Image mit, in weiterer Folge Produkte zu verkaufen, Ums\u00e4tze zu generieren, oder auch Spenden zu lukrieren, doch es gibt hier keine 1:1 Einkopplung der Ziele, denn eine kurzfristige Optimierung auf Verkauf ist zur langfristigen Imagegenerierung kontraindiziert.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft nicht, dass wir aus unseren Social-Media Aktivit\u00e4ten keine Ertr\u00e4ge haben, denn diese ergeben sich indirekt. Wenn man wei\u00df, dass 25 % aller indirekten Zugriffe auf unser Portal von Facebook vermittelt werden, so sieht man, dass die Zielgruppen auch auf unsere Seiten finden. Hinfinden, um sich dort die ad\u00e4quaten Informationen zu holen, um beispielsweise Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter zu werden.<\/p>\n<p>Ich denke, dass sich Fundraising als klassische und messbare Form der \u201eConversion\u201c im Social Web zur Zeit noch nicht auszahlt, zumindest in unserem Bereich unterscheiden sich die SpenderInnen-Zielgruppen soziodemographisch zu sehr von den UserInnen dieser Netze \u2013 doch wir bilden diese Personen jetzt dazu aus, die Altruisten von morgen oder \u00fcbermorgen zu werden, und das zahlt sich aus.<\/p>\n<p>Andere T\u00e4tigkeiten, beispielsweise das <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Team_%C3%96sterreich\">Projekt Team \u00d6sterreich<\/a> von \u00d63 und Rotem Kreuz, haben durchaus auch eine kurzfristigere Kommunikations-Zielerreichungs-Koppelung. Hier k\u00f6nnen sich Menschen direkt online einbringen und anmelden um im Katastrophenfall als \u201eHelfer, die Anpacken\u201c konkret in den Einsatz zu gehen. Hier ist sozusagen das \u201eFan-Sein\u201c direkt an die potentielle <a href=\"http:\/\/oe3.orf.at\/teamoesterreich\/stories\/213379\/\">Einsatzbereitschaft<\/a> gekoppelt, ein System dass dank gro\u00dfem Medienpartner <a href=\"http:\/\/oe3.orf.at\/teamoesterreich\">Hitradio \u00d63<\/a> und bundesweiter Vernetzung unsererseits sehr gut funktioniert. Im heurigen Fr\u00fchjahr wurde auch die \u201e<a href=\"http:\/\/oe3.orf.at\/teamoesterreich\/stories\/471448\/\">Team \u00d6sterreich Tafel<\/a>\u201c ins Leben gerufen, um neben dem potentiellen Engagement im Katastrophenfall auch regelm\u00e4\u00dfigeres freiwillig erbrachtes Engagement im Sozialbereich unter dem Dach von Team \u00d6sterreich zu etablieren. Aber ob sich das im Sinne der Frage \u201eauszahlt\u201c weiss ich nicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die 18. Runde der NPO-Blogparade wird von Fundraising2.0 ausgerichtet und fragt nach konkreten Conversions von Kontakten im Web2.0. 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Wie kann es gelingen?<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[2,14,31,27],"tags":[],"class_list":["post-258","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-blogparade","category-marketing","category-okonomie","category-web20"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/258","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=258"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/258\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=258"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=258"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=258"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}