{"id":268,"date":"2011-01-19T18:11:36","date_gmt":"2011-01-19T16:11:36","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.roteskreuz.at\/sociologist\/?p=268"},"modified":"2011-01-19T18:11:36","modified_gmt":"2011-01-19T16:11:36","slug":"vernetzte-unternehmen-zahltag-fur-social-media-engagement","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/2011\/01\/19\/vernetzte-unternehmen-zahltag-fur-social-media-engagement\/","title":{"rendered":"Vernetzte Unternehmen: Zahltag f\u00fcr Social Media-Engagement?"},"content":{"rendered":"<h2>Eine McKinsey Studie zeigt tats\u00e4chlich \u00f6konomische Vorteile f\u00fcr Unternehmen, die sich im so genannten Web2.0 engagieren.<\/h2>\n<p><a href=\"http:\/\/faz-community.faz.net\/blogs\/netzkonom\/default.aspx\">&#8222;Netz\u00f6konom&#8220; Holger Schmidt<\/a> berichtet in seinem Blog \u00fcber eine <a href=\"http:\/\/www.mckinseyquarterly.com\/Organization\/Strategic_Organization\/The_rise_of_the_networked_enterprise_Web_20_finds_its_payday_2716\">McKinsey-Studie<\/a> \u201eThe rise oft he networked enterprise: Web 2.0 finds its payday\u201c.<\/p>\n<blockquote><p>Die Lehre aus der Untersuchung sei klar: Der Verzicht auf das interne  wie externe Netzwerk k\u00f6nnte ein kritischer Fehler sein. F\u00fchrungskr\u00e4fte  m\u00fcssten ihre Unternehmen in Richtung eines voll vernetzten Unternehmens  steuern. Dies k\u00f6nne in mehreren Schritten geschehen. Unternehmen m\u00fcssten  soziale Medien in das Tagesgesch\u00e4ft ihrer Angestellten integrieren. Nur  wenn die Mitarbeiter den Einsatz t\u00e4glich \u00fcbten, werde es auch in das  Tagesgesch\u00e4ft einflie\u00dfen und seine Vorteile entfalten k\u00f6nnen, hie\u00df es.  Unternehmen sollten auch die Barrieren f\u00fcr den kulturellen Wandel  einrei\u00dfen. Voll vernetzte Unternehmen h\u00e4tten die besten  Informationsfl\u00fcsse gehabt, die den Talenten im Haus die n\u00f6tige  Flexibilit\u00e4t f\u00fcr die Entscheidungen gegeben habe.<\/p><\/blockquote>\n<p>Grund genug, mir die Studie im Original anzusehen und hier mit einigen  weiterf\u00fchrenden Fragen \u00fcber die Konsequenzen f\u00fcr NPOs zusammenzufassen. Die Studienautoren Jacques Bughin und Michael Chui fassen ihre Ergebnisse wie folgt zusammen:<\/p>\n<blockquote><p>Der Zahltag k\u00f6nnte schneller kommen, als wir das alle erwartet hatten. Bereits jetzt kann ein neuer Unternehmenstyp festgestellt werden, das vernetzte Unternehmen (\u201enetworked enterprise\u201c). Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass derartige Unternehmen ihre Performance im Vergleich zu den anderen Unternehmenstypen signifikant steigern. Diese sind nicht nur eher Marktf\u00fchrer und erreichen gr\u00f6\u00dfere Marktanteile, sie k\u00f6nnen auch h\u00f6here Betriebsergebnisse einfahren, als Unternehmen die das Web in eingeschr\u00e4nkterer Weise nutzen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Studie wurde unter 3.249 F\u00fchrungskr\u00e4ften von unterschiedlichen Unternehmen durchgef\u00fchrt, der Zeitraum der Untersuchung wird im Artikel leider nicht genannt, ich denke es wird Ende 2010 gewesen sein, da der Artikel im Dezember 2010 auf der <a href=\"http:\/\/www.mckinseyquarterly.com\/home.aspx\">McKinsey Quarterly Page<\/a> publiziert wurde.<\/p>\n<p>Die ersten Teile betreffen Zahlen und Quoten. V\u00f6llig \u00fcberraschend steigen die Zahlen von Unternehmen, die Social Networks (40 %) und Blogs (38 %) verwenden. Konsequenterweise gehen die Zahlen der Mitarbeiter, die diese Web2.0 Tools nutzen ebenso weiter nach oben. Deutlich interessanter ist die tatsache, dass auch die messbaren Benefits der Unternehmen steigen, die direkt auf diese Technologien zur\u00fcckgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2><strong>Web 2.0: Typologien von Unternehmen<\/strong><\/h2>\n<p>Anhand der unterschiedlichen Vorteile aus der Verwendung von Social Media und Web 2.0 Tools wurden die Unternehmen geclustert, das f\u00fchrte zu interessanten Unterschieden.<\/p>\n<p>Die meisten der befragten Unternehmen (79 %) haben eine Verbesserung von 5 % oder weniger beim Nutzen f\u00fcr das Unternehmen. Diese Gruppe zeigt auch die geringsten Anteile, was die Verwendung von Web2.0 Tools in der eigenen Belegschaft angeht, aber auch an Integration der Tools in den Arbeitsalltag der Besch\u00e4ftigten. Diese Gruppe wurde von den Autoren als \u201e<strong>entwickelnd<\/strong>\u201c (developing) bezeichnet. Drei weitere Organisationstypen setzen die Tools deutlich gewinnbringender ein:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Intern vernetzte Organisationen<\/strong> (internally networked organizations\u201c, 13 % der Gesamtzahl) haupts\u00e4chlich innerhalb der Organisation selbst, durch Einbindung in die Workflows. Informationen werden, so die Studie, besser und weniger hierarchisch geteilt und auch Entscheidungen finden in niedrigeren Stufen der Organisationshierarchie statt.<\/li>\n<li><strong>Extern vernetzte Organisationen <\/strong>(\u201eexternally networked organizations\u201c, 5 % der Gesamtzahl) erwirtschaften ihren Nutzen aus den ausserhalb der Firmengranzen liegenden Beziehungen mit Kunden und Gesch\u00e4ftspartnern.<\/li>\n<li><strong>Voll vernetzte Unternehmen <\/strong>(\u201efully networked enterprises\u201c, 3 % der Gesamtzahl) Einige wenige Unternehmen, die Autoren bezeichnen sie als \u201eelite group\u201c, verwenden das Web2.0 ganz anders und haben daher au\u00dferordentlichen betrieblichen Nutzen daraus. Die Studienergebnisse zeigen bei diesen Unternehmen sowohl h\u00f6heren internen Ertrag als bei intern vernetzten Organisationen, als auch bessere Ergebnisse auf externer Seite als bei den extern vernetzten Organisationen. Dadurch steigen sowohl die Integration der Tools in den Arbeitsalltag und Workflows, als auch die Zusammenarbeit innerhalb der Organisation.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Interessant ist auch der Zusammenhang von Marktanteilsgewinnen und der Organisationsform. Die Autoren best\u00e4tigen einen signifikanten Zusammenhang zwischen den Marktanteilsgewinnen und voll vernetzten Unternehmen und extern vernetzten Organisationstypen. Analog konnten positive Korrelationen auf signifikantem Niveau von Umsatzrenditen und dem intern vernetzten Organisationstyp festgestellt werden. Die Autoren f\u00fchren das auf die agilere Organisationsform (niedrigere Entscheidungsniveaus und Bildung von Projektteams) zur\u00fcck.<\/p>\n<blockquote><p>Was schlagen die Autoren nun vor?<\/p>\n<p>1.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Web2.0 Tools in den Arbeitsalltag der Mitarbeiter integrieren. Das wird sogar als Schl\u00fcssel Erfolgsfaktor bezeichnet.<\/p>\n<p>2.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Weiter die Tools einsetzen und benutzen. Ein Benefit f\u00fcr Organisationen stellt sich nach Meinung der Autoren erst ab einem gewissen Nutzungsgrad ein.<\/p>\n<p>3.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Barrieren f\u00fcr Organisationsentwicklung entfernen. Voll vernetzte Unternehmen scheinen hinsichtlich des Informationsflusses deutlich besser, Begabungen sollen flexibler eingesetzt werden, Entscheidungen sollen in der Hierarchie weiter unten getroffen werden d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>4.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Web 2.0 Technologien sollten in den Kunden-, Lieferanten- und auch Mitarbeiterbeziehungen eine Rolle spielen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Auch wenn die Organisationstypologie so auf NPOs sicher nicht 1:1 \u00fcbernommen werden kann, sind die Parallelen deutlich sichtbar. Die meisten Nonprofitorganisationen d\u00fcrften sich im Entwicklungsbereich befinden, die Tools werden m\u00f6glicherweise probiert, aber sind keine essentiellen Teile der Leistungserbringung oder der internen Organisation. Ob es die anderen drei Typen in der Form im Nonprofit-bereich auch gibt, kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen, eine Fixierung auf die Innensicht oder auf die Au\u00dfensicht ist bei vielen Organisationen aber durchaus erkennbar \u2013 daher scheint das auch f\u00fcr die Implementation der Web2.0 Tools m\u00f6glich. Die Empfehlungen der Studienautoren kann man in jeder Hinsicht auch den NPO-Verantwortlichen auf ihre To-Do-List schreiben:<\/p>\n<ol>\n<li>Verwende Web2.0 Tools im tagt\u00e4glichen Workflow<\/li>\n<li>Schaffe fluide und vernetzte Organisationen ohne Ab-teilungsdenken. Lass Deine MitarbeiterInnen vor Ort entscheiden<\/li>\n<li>Denke immer nach Innen und nach aussen: Mitarbeiter, Kunden\/Klienten und auch Lieferanten\/Partner profitieren vom Web2.0 Einsatz.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Bereits 2009 habe ich einen <a href=\"http:\/\/blog.roteskreuz.at\/redcrosswebmaster\/2009\/02\/19\/kritische-erfolgsfaktoren-fur-web20-implementationen\/\">McKinsey-Artikel zu kritischen Erfolgsfaktoren f\u00fcr den Web2.0 Einsatz in Unternehmen<\/a> im Detail angeschaut, einige dieser Punkte kommen daher wohl bekannt vor.<\/p>\n<p>Ich bemerke gerade, dass es bereits im Dezember hier Infos zu diesem Artikel gab:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.e20initiative.at\/archives\/746\">McKinsey-Report \u00fcber Nutzen von E20<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine McKinsey Studie zeigt tats\u00e4chlich \u00f6konomische Vorteile f\u00fcr Unternehmen, die sich im so genannten Web2.0 engagieren. &#8222;Netz\u00f6konom&#8220; Holger Schmidt berichtet in seinem Blog \u00fcber eine McKinsey-Studie \u201eThe rise oft he networked enterprise: Web 2.0 finds<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[1,14,17,24,27],"tags":[89,110,146,157],"class_list":["post-268","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-marketing","category-organisation","category-studie","category-web20","tag-implementierung","tag-mckinsey","tag-social-media","tag-studie"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/268","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=268"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/268\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=268"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=268"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=268"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}