{"id":280,"date":"2011-04-18T16:19:13","date_gmt":"2011-04-18T14:19:13","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.roteskreuz.at\/sociologist\/?p=280"},"modified":"2011-04-18T16:19:13","modified_gmt":"2011-04-18T14:19:13","slug":"digitale-republik-oder-orthodoxie-einer-neuen-kulturtechnik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/2011\/04\/18\/digitale-republik-oder-orthodoxie-einer-neuen-kulturtechnik\/","title":{"rendered":"digitale re:publik oder Orthodoxie einer neuen Kulturtechnik?"},"content":{"rendered":"<p>Nach einigen wirklich interessanten Tagen in Berlin bin ich nach Wien zur\u00fcckgekehrt und m\u00f6chte nun ein kurzes (nat\u00fcrlich subjektives) Blog-Res\u00fcmee ziehen.<\/p>\n<h2>re:publica XI<\/h2>\n<p>Die re:publica war, wie erwartet sehr voll. Das Thema \u201e<strong>Blogs, soziale Medien und die digitale Gesellschaft<\/strong>\u201c war breit und f\u00fcr viele verschiedene Facetten und Perspektiven geeignet. Aufgrund der enormen Besucherzahl und der Breite der Themen hatte man oft das Gef\u00fchl, dass man gerade jetzt die einzige interessante Session vers\u00e4umt, die nebenan im anderen Raum stattfindet. F\u00fcr die externen \u00d6ffentlichkeiten blieb von dem einzigartigen Kongress wohl einzig Sascha Lobos \u201e<a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=sXSrpGr0wDU&amp;feature=player_embedded\">Trollforschungsvortrag<\/a>\u201c \u00fcber, sogar die ARD hat dar\u00fcber berichtet.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eEuren Fachblog versteht niemand, au\u00dfer den 12 Menschen, die ihn kommentieren\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2011\/04\/lobo.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-281\" title=\"Sascha Lobo (Screenshot des verllinkten Youtube-Videos)\" src=\"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2011\/04\/lobo-300x234.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"234\" \/><\/a><\/p>\n<p>Doch die re:publica war mehr: Das umfangreiche Programm hatte als einen der Schwerpunkte <strong>Politik, sozialer Wandel und Social Media<\/strong> \u2013 eine ganze Serie von Vortr\u00e4gen zum Thema (twitter)-Revolution in Nordafrika (und China?) zeigte auf, wie sehr sich Menschen noch zu Gunsten anderer einsetzen. Doch die Qualit\u00e4t der Sessions \u2013 nicht nur zum Thema Revolution \u2013 war durchaus unterschiedlich.<\/p>\n<h2>Literacy?<\/h2>\n<p>Ein weiterer Schwerpunkt, war das Thema Medienkompetenz, zu dem ich den Vortrag \u201e<a href=\"http:\/\/re-publica.de\/11\/blog\/panel\/web-literacy\/#day14\">Web-Literacy<\/a>\u201c von <a href=\"http:\/\/heinz.typepad.com\/lostandfound\/2011\/04\/notizen-zur-republica-11-.html#more\">Heinz Wittenbrink<\/a> und <a href=\"http:\/\/julian.mur.at\/blog\/julian-ausserhofer\/\">Julian Ausserhofer<\/a> aus Graz, die Ihr Modell dazu pr\u00e4sentiert und zur Diskussion gestellt haben. Basierend auf einem dreiperspektivischem Modell aus der IT-Softwaremodellierung versuchen die Kommunikationswissenschafter der <a href=\"http:\/\/www.fh-joanneum.at\/aw\/home\/Studienangebot\/fachbereich_internationale_wirtschaft\/%7Eczf\/jpr\/?lan=de\">FH Joanneum in Graz<\/a> die Literacy anhand der drei Perspektiven Information zu organisieren (1), Texte und Medien zu produzieren (2) und sich zu vernetzen (3) zu <a href=\"http:\/\/heinz.typepad.com\/lostandfound\/2011\/02\/zwei-ebenen-der-web-literacy-.html\">modellieren<\/a>. Der Forschungsansatz m\u00f6chte anhand <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ethnomethodologie\">ethnomethodologischer<\/a> Methoden aufzeigen, welche alltagspraktischen Handlungen von AkteurInnen die soziale Wirklichkeit im Web generieren. Ein interessanter Ansatz, den ich gerne weiter beobachten werde, wenngleich mir pers\u00f6nlich die interaktionistische Mikroebene der Kommunikation weniger wichtig scheint, als die Makroebene des Sozialen.<\/p>\n<p>Eine Art \u201eInterview\u201c mit <a href=\"http:\/\/re-publica.de\/11\/blog\/person\/constanze-kurz\/\">Constanze Kurz<\/a> (wegen der Erkrankung ihres Coautors) zu Ihrem Buch \u201eDie Datenfresser\u201c war interessant, wenn auch nicht besonders unterhaltsam. Das j\u00fcngst erschienene Buch der Sicherheitsexperten soll die \u201e<a href=\"http:\/\/datenfresser.info\/?page_id=62\">digitale M\u00fcndigkeit<\/a>\u201c der B\u00fcrgerInnen \u00a0f\u00f6rdern und aufzeigen, wie gro\u00dfe Unternehmen mit Daten umgehen.<\/p>\n<h2>Elder Blogsmen<\/h2>\n<p>Auch ein <a href=\"http:\/\/re-publica.de\/11\/blog\/panel\/10-jahre-blogs-in-deutschland\/#day15\">Panel von vier alternden BloggerInnen<\/a> (<a href=\"http:\/\/www.dondahlmann.de\/\">Don Dahlmann<\/a>, <a href=\"http:\/\/wirres.net\/\">Felix Schwenzel<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.schockwellenreiter.de\/\">J\u00f6rg Kantel<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/\">Anke Gr\u00f6ner<\/a>) \u2013 und ich meine den Begriff \u201ealternd\u201c nicht negativ, denn das war wohl die Creme de la Creme der (mir unbekannten) deutschen Blogosph\u00e4re \u2013 \u00a0am letzten Tag fand ich pers\u00f6nlich sehr interessant. Diese Gespr\u00e4chsrunde war auch sehr kurzweilig und unterhaltsam, ohne dass einzelne PanelistInnen ihr \u00fcberentwickeltes Ego pr\u00e4sentierten. Die Location, der Friedrichstadtpalast und die Kalkscheune in Berlin-Mitte waren f\u00fcr einen derartig gro\u00dfen Kongress eher ungeeignet, gerade in der Kalkscheune habe ich einige interessante Workshops vers\u00e4umt, weil schlichtweg kein Platz war.<\/p>\n<p>Insgesamt eine interessante Veranstaltung, die vermittelt hat, wie stark das Thema Social Media bereits Teil der Deutschsprachigen Alltagskultur wurde. Die Orthodoxie dieser Kulturtechnik, jene BloggerInnen, die die digitale soziale Realit\u00e4t gestalten &#8211; &#8222;zumindest in Ihren beschr\u00e4nkten Kreisen&#8220;, w\u00fcrde Lobo sagen &#8211; diese Orthodoxie traf sich in Berlin, um sich gegenseitig zu zeigen, wer dazu geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Anhang<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/t3n.de\/news\/republica-drei-dinge-besser-306270\/\">T3N liefert einen guten \u00dcberblick \u00fcber die Probleme und L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten der Veranstaltung im Blog.<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einigen wirklich interessanten Tagen in Berlin bin ich nach Wien zur\u00fcckgekehrt und m\u00f6chte nun ein kurzes (nat\u00fcrlich subjektives) Blog-Res\u00fcmee ziehen. re:publica XI Die re:publica war, wie erwartet sehr voll. 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