{"id":561,"date":"2013-09-25T16:39:33","date_gmt":"2013-09-25T14:39:33","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.roteskreuz.at\/sociologist\/?p=561"},"modified":"2013-09-25T16:39:33","modified_gmt":"2013-09-25T14:39:33","slug":"diasastermanagement-2-0-neue-losungen-fur-alte-probleme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/2013\/09\/25\/diasastermanagement-2-0-neue-losungen-fur-alte-probleme\/","title":{"rendered":"Diasastermanagement 2.0: Neue L\u00f6sungen f\u00fcr alte Probleme?"},"content":{"rendered":"<p>In den vergangenen zwei Wochen durfte ich einerseits beim Deutschen Bev\u00f6lkerungsschutzkongress in Bonn, als auch bei einer Veranstaltung des Magazins \u201eDie \u00d6sterreichische Feuerwehr\u201c in Wien zu diesem Thema referieren bzw. in Expert\/innen-Panels meine Thesen dazu zu \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n<p>Interessant sind f\u00fcr mich in diesem Zusammenhang die Stimmen und Fragen aus dem Publikum und von Seiten der \u201ePraktiker\u201c. Auch die <a href=\"https:\/\/twitter.com\/redcrosswebmast\/status\/380339487320317954\">Positionen des einen oder anderen Organisationsexponenten stimmten mich nachdenklich<\/a>.<\/p>\n<h1>Freiwilligenorganisationen als erste Social Networks<\/h1>\n<p>Eines meiner Er\u00f6ffnungsstatements versuchte die sozialen Bed\u00fcrfnisse zu beschreiben, die zum Entstehen von Freiwilligenorganisationen, wie den Feuerwehren oder auch den Rettungsdiensten oder des Roten Kreuzes gef\u00fchrt haben. Es gab einen Bedarf an Solidarit\u00e4t, beispielsweise die Aufgaben des Brandschutzes zu sozialisieren, da man als Einzelner das zwar geringe Risiko mit hohem Schaden nicht bew\u00e4ltigen konnte. Freiwilligenorganisationen waren daher bereits soziale Netzwerke, lange bevor man das Buzzword daf\u00fcr \u00fcberhaupt verwenden musste. Diese Netzwerke spannten sich \u00fcber den Dorfplatz, oder den Stammtisch, heutzutage werden diese Netzwerke virtualisiert. Zeitliche und r\u00e4umliche Grenzen verschwimmen hier \u2013 Globalisierung ist das Schlagwort daf\u00fcr.<\/p>\n<p>Doch es gibt \u2013 das zeigen uns die gro\u00dfen Katastrophen in Europa in den vergangenen Monaten \u2013 neue Bed\u00fcrfnisse, die die klassischen offline-Organisationen nicht zu befriedigen in der Lage sind. Hier liegt es an uns, ob wir so transparent und auch durchl\u00e4ssig sind, um diese sozialen Bed\u00fcrfnisse mit den ad\u00e4quaten Methoden auch zu befriedigen. Andere Variante \u2013 doch daf\u00fcr braucht es meiner Meinung nach auch eine bewusste Entscheidung \u2013 ist es, klar zu sagen, wir bleiben eine Offline-Organisation und bleiben au\u00dferhalb.<\/p>\n<p>\u00dcber die Ver\u00e4nderungen in unserer Gesellschaft, die immer mehr verschwimmenden Grenzen und den Verlust der klassischen sozialen Ordnungshierarchien brauche ich ja in diesem Blog kein Wort mehr zu verlieren, sollten hier Fragen offen sein verweise ich auf <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ulrich_Beck\">Beck<\/a>, <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Anthony_Giddens\">Giddens<\/a> oder auch <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jean-Fran%C3%A7ois_Lyotard\">Lyotard<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Einige Gedanken dazu auch hier in der Pr\u00e4sentation:<\/p>\n<div style=\"margin-bottom: 5px\"><strong> <a title=\"Stahlharter K\u00e4fig? Social Media Einsatz in  b\u00fcrokratisch strukturierten Organisationen\" href=\"https:\/\/de.slideshare.net\/redcrosswebmaster\/stahlharter-kfig-social-media-einsatz-in-brokratisch-strukturierten-organisationen\" target=\"_blank\">Stahlharter K\u00e4fig? Social Media Einsatz in<br \/>\nb\u00fcrokratisch strukturierten Organisationen<\/a> <\/strong> from <strong><a href=\"http:\/\/www.slideshare.net\/redcrosswebmaster\" target=\"_blank\">Austrian Red Cross<\/a><\/strong><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Doch wie reagieren wir als klassische Organisationssysteme auf den Wandel. Sind wir \u00fcberhaupt so weit Anschlussf\u00e4hig den Wandel des Rahmenkontextes zu erkennen?<\/p>\n<p>Die Diskussion in Bonn, an der ich neben <a title=\"SM4Good Blog\" href=\"http:\/\/sm4good.com\/2013\/09\/16\/social-media-emergencies-good-starting-points\/\">Timo L\u00fcge<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.civil-protection.com\/Programm\/Foren\/binarywriterservlet?imgUid=d6d73776-4fa5-041d-d7fc-6f7b988f2ee2&amp;uBasVariant=11111111-1111-1111-1111-111111111111\">Roman Hartrampf<\/a> vom THW unter der Moderation von <a title=\"Katja Evertz\" href=\"http:\/\/www.katjaevertz.de\/\">Katja Evertz<\/a> vom BBK war sehr spannend, zumal die deutsche Realit\u00e4t in Sachen Disastermanagement2.0 f\u00fcr einen Geek wie mich durchaus depremierend sein d\u00fcrfte. Katja war so nett und hat unsere Ausf\u00fchrungen treffend und in zwei Abs\u00e4tzen zusammengefasst, weshalb ich sie hier auch zitieren m\u00f6chte:<\/p>\n<blockquote><p>Social Media sind nicht die eigentliche Ver\u00e4nderung im Bev\u00f6lkerungsschutz, sondern ein Symptom des gesellschaftlichen Wandels. Als solches bedeuten sie auch einen Kulturwandel in Organisationen und Beh\u00f6rden, von hierarchischen hin zu netzwerkartigen Strukturen. Dieser Kulturwandel muss von der F\u00fchrung her akzeptiert und vorgelebt werden. Richtlinien, Guidelines und Social Media Policies k\u00f6nnen dabei unterst\u00fctzen. Auch die Vernetzung von Hilfsorganisationen und Beh\u00f6rden untereinander ist wichtig, um auch aus den Erfahrungen anderer lernen zu k\u00f6nnen und z. B. anhand von Best-Practice-Beispielen auch L\u00f6sungen f\u00fcr die eigenen Herausforderungen zu finden.<\/p>\n<p>Hilfsorganisationen sollten sich f\u00fcr den Wandel und das Engagement von Freiwilligen \u00f6ffnen. Dank Social Media m\u00fcssen sie nicht l\u00e4nger alle Aufgaben selbst stemmen, sondern k\u00f6nnen Freiwillige in die Unterst\u00fctzung (z. B. bei der Auswertung von Daten) einbeziehen (Crowdsourcing). Grundlegend daf\u00fcr ist nat\u00fcrlich das Vertrauen in Freiwillige. Die Angst vor dem vermeintlichen Kontrollverlust l\u00e4hmt Hilfsorganisationen und Beh\u00f6rden zwar, jedoch war der Gedanke, die Kontrolle zu haben, stets mehr Illusion als Wirklichkeit. Deshalb sollten Hilfsorganisationen und Beh\u00f6rden keine Angst vor dem Kulturwandel haben, sondern ihn aktiv begleiten und mitgestalten.<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Veranstaltung der <a href=\"http:\/\/www.diefeuerwehr.at\/Die-OEsterreichische-Feuerwehr-Das-Magazin.21.0.html\">Zeitschrift &#8222;Die \u00d6sterreichische Feuerwehr&#8220;<\/a> und von <a href=\"http:\/\/www.draeger.at\/AT\/de\/\">Dr\u00e4ger<\/a> hat nun die \u00d6sterreichische Szene vorgestellt. Aufgrund der vielen Expertinnen und der wirklich breiten Perspektiven hat dem Publikum zum Schluss ein wenig der Fokus gefehlt, der Succus aus den vielen interessanten Informationen. Ich versuche daher in eingen (noch folgenden) Blogartikeln diese Informationen zu dekonstruieren und damit einen roten Faden herzustellen &#8230;<\/p>\n<p>Den Expertentalk gibt es auch auf Video, falls es jemanden interessiert:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den vergangenen zwei Wochen durfte ich einerseits beim Deutschen Bev\u00f6lkerungsschutzkongress in Bonn, als auch bei einer Veranstaltung des Magazins \u201eDie \u00d6sterreichische Feuerwehr\u201c in Wien zu diesem Thema referieren bzw. in Expert\/innen-Panels meine Thesen dazu<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[8,17,21],"tags":[],"class_list":["post-561","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-freiwillig","category-organisation","category-rotes-kreuz"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/561","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=561"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/561\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=561"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=561"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogneu.roteskreuz.at\/sociologist\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=561"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}