Meine ersten Wochen in Osttimor

Die erste Woche Tetumkurs ist vorbei und ich kann bereits kurze (sehr kurze) Unterhaltungen in der Ortssprache fuehren. Zumindest kann ich mich schon auf Tetum vorstellen, Essen bestellen und nach dem Weg fragen. Die Sprache erinnert mich an das Spanische, einiges kann ich daraus ableiten. Allerdings bestehen mehr Parallelen zum Portugiesischen.  Das liegt vor allem daran, dass Tetum viele Woerter aus dem Portugiesischen und Indonesischen beinhaltet.

Am 11. September fand der “First Aid Day” /”Erste Hilfe Tag” statt, und in den 3 Distrikten in denen wir arbeiten, wurden diverse Aktivitaeten dazu veranstaltet. Dabei ging es vor allem um Aufklaerung und Uebungen, wie im Ernstfall  Erste Hilfe geleistet werden kann.

Diese Woche werde ich mit dem Osttimoresischen Roten Kreuz ueberlegen, wie Schulaktivitaeten im Gesundheitsbereich gemeinsam mit dem Jugendrotkreuz organisiert werden koennen.

Am 15. Oktober findet der “Global Handwashing Day” statt und bereits jetzt laufen die Vorbereitungen dazu auf mehreren Ebenen. Das Gesundheitsministerium – gemeinsam mit dem Bildungsministerium – koordiniert Aktivitaeten der unterschiedlichen Organisationen hier vor Ort und das Osttimoresische Rote Kreuz wird vor allem in den Schulen das Haendewaschen mit Kindern in dieser Woche verstaerkt praktizieren. Es geht dabei vor allem darum  Kindern zu zeigen, dass Seife und Wasser wichtig dabei sind und dass die Haende mehrmals taeglich gewaschen werden sollen. Es ist wichtig, bereits bei den Kindern anzusetzen, da sie sehr schnell ihre Gewohnheiten aendern koennen und damit ihr Verhalten auch umstellen.  Dabei darf man den Einfluss, den Kinder dann auf ihre Eltern mit ihrem gesunden/verbesserten Verhalten ausueben, nicht unterschaetzen.

Gleichzeitig ist alles noch sehr neu, und doch bin ich schon mittendrin im Projekt und Leben in Osttimor. Ich freue mich darauf, bald laenger in einem unserer Projektdoerfer zu sein und den gemeinschaftlichen Prozess im Dorf mitzuerleben. Die Bevoelkerung ist sehr stark in den Projektaktivitaeten involviert und baut die Latrinen und Wassersysteme  unter technischer Anleitung gemeinsam. Ebenso werden die gesundheitlichen Schwerpunkte, welche die  Dorfbewohner als Prioritaeten erkennen (in unserem Projekt hauptsaechlich Durchfallserkrankungen, Dengue und Malaria) bei der Projektimplementierung thematisiert und behandelt.  Durchfallserkrankungen koennen durch Zugang zu sauberem Trinkwasser sowie verbessertem Hygieneverhalten vorgebeugt werden und das Eindaemmen von Wassersammelstellen vor und ums Haus schraenken die Moskitohaeufigkeit ein (was wichtig ist, um die Wahrscheinlichkeit von Malaria und/oder Dengue Erkrankungen zu minimieren).

Bis dahin kann ich mich hoffentlich noch etwas mehr auf Tetum verstaendigen.

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