Dili, Timor Leste – Getting started

Nach der ersten Woche, die ich gebraucht habe, um auch geisitg anzukommen gings diese Woche mit der Uebergabe so richtig los. Am Montag gabs Meetings mit den Teamleadern der vier Bauteams, die ich gemeinsam mit Mariano, meinem Counterpart von CVTL koordiniere. Die Teamleader geben uns updates ueber den Baufortschritt, etwaige Probleme bzw. ob und wieviel Material sie benoetigen. Weiters wird abgestimmt, wann Mariano und ich fuer eine Field-visit in die jeweiligen Doerfer fahren. Da Martina ab Juli auf Urlaub ist, versuchen wir so viele Doerfer wie moeglich zu besichtigen. Deshalb wurde am Dienstag ein Field-Trip fuer Mittwoch vorbereitet. Da gings nach Faulara im District Liquica. Obwohl die Distanz nicht allzu gross ist dauert die Anfahrt ins Dorf gute drei Stunden. Dort wird gerade eine Wasserquelle freigelegt, die direkt am Flussufer liegt. Die Fahrt dorthin fuehrt entlang einem (derzeit) ausgetrockneten Flussbett.

Unterwegs in einem Flussbett

Um die Quelle waehrend der Regensaison zu schuetzen, muss, mit den hier erschwinglichen/vorhandenen Mitteln, ein Schutzdamm errichtet werden. Damit sollte jegliche Frage nach dem Zusammenhang zwischen meinem Studium und dem Job hinfaellig sein. Die Plaene fuer die Konstruktion haben mich dann auch am Donnerstag und Freitag beschaeftigt. Allerdings ist das bei weitem nicht alles. Neben weiteren Meetings, Uebergabe von Projektordnern, dem Besuch von Lieferanten befinde ich mich auf einmal auf der anderen Seite des Bewerbungsprozesses, weil CVTL einen neuen Logistiker sucht, mit dem ich eng zusammenarbeiten werde.

Bei so vielen Dingen geht fast unter, das ich mich in den verrueckten Strassenverkehr gewagt habe. Nicht nur, das es jeden Tag die Moeglichkeit von neuen Schlagloechern gibt, auch die Teilnehmer verlangen absolute Aufmerksamkeit. Am besten laesst sich der Verkehr mit den Worten eines CVTL-Kollegen beschreiben:  „When the Portuguese were here, we were driving on the right side. With the Indonesians, we were driving on the left side. Now we are independent and we all drive in the middle.“ Und wenn hinter dir jemand hupt, heisst das „Achtung, ich ueberhol dich jetzt“ – man weiss halt nie auf welcher Seite das Vehikel dann vorbeifaehrt.

Die kommende Woche verspricht nicht weniger spannend zu werden. Am Montag starten wir gleich mit den Job-Interviews und muessen den Field-Trip vorbereiten, der uns von Dienstag bis Donnerstag in den Distrikt Bobonaro fuehren wird (sofern sich unsere Plaene nicht spontan aendern, was hier durchaus der Fall sein kann). Geplant ist der Besuch einees aktuellen Projekts, das bald fertig wird sowie die Besichtigung des potentiellen Folgeprojekts. Und Samstag frueh soll ich beim hiesigen Marathon eine 7km-Strecke laufen… wir werden ja sehen..

Keep your fingers crossed,

Christoph

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