Chante sou kolera

Ja heute war der Tag der Fortbildung.  Die Location war organisiert, Cola eingekauft… Wasser ebenso.. die Volunteers oder Voluntaires (nicht immer nur die englischen Wörter) saßen bereit. Es war 9 Uhr. Seit 8 sollte auch der Wagen mit den beiden Fachkräften aus PaP da sein. SOLLTE… 9 Uhr…nix, 9:30 Uhr rien, 10 Uhr nothing. Gegen viertel 11 fand sich am Horizont ein einsames Föderationsauto.  Der Fahrer hatte zuächste den Schlüssel nicht gefunden, dann war der Wagen verparkt und ich glaub

der Erdmagnetisus war auch in die Verspätung verwickelt…irgendwie halt. Waren wir nervös? Nö… Wenn man als RKler im Einsatz etwas lernt, dann ist es warten und Geduld haben und ich versuche gut zu lernen. Da regen einen solche Dinge auch nicht einmal peripher auf. Also sind wir dann mit den beiden Damen zur ersten Community gefahren, wo 27 Freiwillige auf uns warteten. Es ist auch hier nicht einfach, 27 Menschen, die wie schon mal beschrieben keinen Cent dafür sehen, dass sie 2 Tage vom Roten Kreuz geschult werden, an einen Ort zu bekommen. Wenigstens haben sie im Laufe der Zeit verstanden, dass die Arbeit, die sie erbringen nicht für uns, sondern zum Wohl der eigenen Familien, Freunde, Nachbarn ist. Um sie dennoch für ihren Einsatz zu „belohnen“ wird dieses Training abgehalten und es wird natürlich auch für das leibliche Wohl in der Pause gesorgt.

KURS FÜR 27 VOLUNTAIRES

Die beiden Damen sind der Knaller. Abgesehen, dass eine Madame Lovely heisst- ich mag die haitianischen Namen, sie sind einfach nett- sind die beiden Motivation pur. Angefangen von Rollenspielen, über Infos (sogar geschichtliche) über die Cholera bis hin zum Singen haben die beiden alles drauf. Noch dazu gibt es glaube ich in der Gruppe niemanden, der nicht halbwegs singen und der Melodie folgen kann. So ich meinen Laptop anpassen kann werde ich noch ein Video nach reichen. Auf jeden Fall dürfte die Fortbildung, wie erhofft, auch bei den TeilnehmerInnen sehr gut an kommen.

Wir hatten auch hohen Besuch: Monsieur Dr. Camille Clermont, der

Repräsentant des haitianischen RKs in Leogane sah sich die Schulung an und konnte auch mit den österreichischen Delegierten ein paar Worte wechseln.

Während der ganzen Fortbildung hatte ich ein bisschen Zeit, mit einem Fahrer zut ratschen. Der bot mir innerhalb von 20 Minuten an zu konvertieren und sich für mich im Falle von Einsamkeit nach einer Freundin umzusehen. Da ich aber als RK Mitarbeiter von Berufswegen aus sowohl keine Religion besitze noch auf den Heiratsmarkt geworfen werden will, lehnte ich dankend ab. Sehe ich so Mitleid erregend aus? Nach einer Woche?

Am Abend kam dann Max Santner, der Leiter der internationalen Hilfe des KHD (Katastrophenhilfsdienstes). Ein wichtiger und trotzdem sehr netter Kollege. Was ihn für uns- vor allem die Kollegen, die schon länger hier sind-  noch netter macht, waren seine Geschenke: Schwarzbrot aus der Heimat, Schinkenspeck, und 15700 Mozartkugeln (OK nur ungefähr- evt. ein paar weniger). Max wird sich in den nächsten Tagen für das österreichische RK ein Bild von unserer Arbeit machen. Herzlich Willkommen.Cholera Sng

PS: Derr junge Mann am Baum ist einer unserer Fahrer. Also die Begeisterung beim Singen greift um sich und ist unbeschreiblich

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